English Woman's Journal - Entwicklungsministerin Alabali Radovan: Lage nach Ebola-Ausbruch "extrem ernst"

Entwicklungsministerin Alabali Radovan: Lage nach Ebola-Ausbruch "extrem ernst"


Entwicklungsministerin Alabali Radovan: Lage nach Ebola-Ausbruch "extrem ernst"
Entwicklungsministerin Alabali Radovan: Lage nach Ebola-Ausbruch "extrem ernst" / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda hat Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) ein schnelles Handeln angemahnt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. "Die Lage ist extrem ernst", erklärte die Ministerin am Dienstag mit Blick auf das Ausrufen des Notstands für den gesamten afrikanischen Kontinent durch die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union.

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"In diesem Moment zahlt sich aus, dass wir mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit schon seit vielen Jahren in die Pandemievorsorge in Zentralafrika investieren", erklärte Alabali Radovan. Sie verwies auf den Aufbau von Frühwarnsystemen, Trainings von medizinischen Fachleuten sowie Labore, in denen Tests vorgenommen würden.

Mit Partnern vor Ort sollten kommende Woche 500 Schutzanzüge für medizinisches Personal ausgeliefert werden, erklärte die Ministerin weiter. Zudem seien Schulungen zum sicheren Umgang mit Ebola-Verdachtsfällen in Vorbereitung. Die Ministerin fügte hinzu: "Wer bei der internationalen Zusammenarbeit für Gesundheit spart, gefährdet Menschenleben – aktuell in Zentralafrika, aber auch schnell darüber hinaus."

Das Epizentrum der gegenwärtigen Ebola-Epidemie befindet sich in Ituri, einer Provinz im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, die an Uganda und den Südsudan grenzt. Ausgelöst wurde sie durch die seltene Bundibugyo-Variante des Virus. Die existierenden Ebola-Impfstoffe schützen nach derzeitigen Erkenntnissen nur vor der häufigeren Zaire-Variante des Virus.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief wegen der Epidemie am Wochenende eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" aus - ihre zweithöchste Alarmstufe. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte sich zuletzt "zutiefst besorgt" über das "Ausmaß und die Geschwindigkeit" der Ebola-Ausbreitung. Im Kongo wurden mittlerweile bereits mehr als 130 Todesopfer im Zusammenhang mit der Epidemie gezählt.

St.Ch.Russell--EWJ

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