English Woman's Journal - Urteil gegen Krankenpfleger wegen versuchter Patientenmorde rechtskräftig

Urteil gegen Krankenpfleger wegen versuchter Patientenmorde rechtskräftig


Urteil gegen Krankenpfleger wegen versuchter Patientenmorde rechtskräftig
Urteil gegen Krankenpfleger wegen versuchter Patientenmorde rechtskräftig / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Ein vom Landgericht Saarbrücken verhängtes Urteil wegen fünffachen versuchten Mordes und weiterer Delikte gegen einen ehemaligen Krankenpfleger aus dem Saarland ist rechtskräftig. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Saarbrücken am Mittwoch mit. Demnach nahmen sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft selbst ihre Revisionen gegen das Urteil von Anfang März zurück.

Textgröße ändern:

Der frühere Krankenpfleger hatte laut Urteil zwischen 2015 und 2016 auf Intensivstationen in zwei saarländischen Krankenhäusern sechs Patienten eigenmächtig Medikamente verabreicht, die auf das Herzkreislaufsystem wirken. Demnach wollte er die Betroffenen wiederbeleben und sich dadurch unter anderem die Anerkennung von Kolleginnen und Kollegen verschaffen.

Obwohl einige der Opfer starben, stufte das Gericht die Taten des Manns rechtlich als versuchte Morde ein. Dem Urteil zufolge war ein kausaler Zusammenhang zwischen deren Tod und der Medikamentengabe nicht erwiesen.

Der Fall erinnert an den Krankenpfleger Niels Högel, der wegen Tötung von 91 Intensivpatienten in zwei Kliniken in Niedersachsen eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes verbüßt. Er verabreichte zwischen 2000 und 2005 massenhaft Patienten Medikamente, um bei ihnen lebensbedrohliche Zustände auszulösen und sie wiederzubeleben. Viele seiner Opfer starben dabei.

E.Cunningham--EWJ

Empfohlen

Ebola-Epidemie: Nigeria meldet ersten Fall

In der Ebola-Epidemie in Zentralafrika hat nun auch Nigeria einen ersten Fall gemeldet. Eine unlängst per Flugzeug aus Uganda eingereiste Frau sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas am Dienstag mit. Dort sei sie mehrere Tage behandelt worden, bevor sich die Diagnose bestätigt habe. Die Regierung forderte alle Gesundheitseinrichtungen des Landes zu "höchster Alarmbereitschaft" auf.

Kassenärzte sagen deutlich längere Termin-Wartezeiten ab 2027 voraus

Die Kassenärzte in Deutschland erwarten, dass gesetzlich Versicherte ab kommendem Jahr deutlich länger auf einen Arzttermin als bisher warten müssen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, verwies dazu in der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe) auf die Kürzung von Mitteln für die ambulante Versorgung. Dadurch seien "mehr als 50 Millionen Termine" gestrichen worden. Die Terminnot werde sich daher weiter verschärfen, sagte Gassen.

Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln

Die schwarz-rote Koalition will bei der Vergabe von Facharztterminen an gesetzlich Versicherte mehr Gerechtigkeit schaffen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) kündigte am Wochenende Vorschläge von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) an, die für kürzere Wartezeiten sorgen sollen. Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt, kritisierte die bisherige Bevorzugung von Privatpatienten als "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Facharzttermine: Unionsfraktionschef Frei will kürzere Wartezeiten für Kassenpatienten

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, dringt auf kürzere Wartezeiten auf einen Facharzttermin für gesetzlich Versicherte. Manches im Gesundheitssystem werde als ungerecht empfunden oder sei tatsächlich ungerecht, sagte Frei dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagausgabe). "Darum müssen wir uns kümmern. Ein Beispiel sind die oft langen Wartezeiten für Facharzttermine."

Textgröße ändern: