English Woman's Journal - Gericht: Führerschein kann bei Vielzahl von Parkverstößen entzogen werden

Gericht: Führerschein kann bei Vielzahl von Parkverstößen entzogen werden


Gericht: Führerschein kann bei Vielzahl von Parkverstößen entzogen werden
Gericht: Führerschein kann bei Vielzahl von Parkverstößen entzogen werden / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Einem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts zufolge kann der Führerschein bei einer Vielzahl von Parkverstößen entzogen werden. Das Gericht wies nach Angaben vom Montag die Klage eines Autofahrers gegen den Entzug seiner Fahrerlaubnis ab. Das Urteil fiel demnach bereits Ende Oktober.

Textgröße ändern:

Der Mann hatte innerhalb eines Jahres 174 Verkehrsordnungswidrigkeiten begangen, darunter 159 Parkverstöße und 15 Geschwindigkeitsüberschreitungen. Das Berliner Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten entzog ihm daher wegen fehlender Kraftfahreignung den Führerschein.

Hiergegen klagte der Mann. Er wandte ein, dass die Verstöße mit drei auf ihn zugelassenen Fahrzeugen andere Fahrer begangen hätten. Gegen die Ordnungsverfahren habe er lediglich keine Rechtsmittel eingelegt, um der Behörde Arbeit zu ersparen. Zudem sei er beruflich auf den Führerschein angewiesen.

Das Gericht wies die Klage ab. Die Behörde sei zu Recht von einer mangelnden Fahreignung ausgegangen, erklärte die Kammer. Zwar hätten dem Bagatellbereich zuzurechnende Verkehrsordnungswidrigkeiten bei der Prüfung der Fahreignung grundsätzlich außer Betracht zu bleiben.

Anders sei dies aber, wenn ein Kraftfahrer offensichtlich nicht willens sei, "im Interesse eines geordneten, leichten und ungefährdeten Verkehrs geschaffene bloße Ordnungsvorschriften zu beachten". Hier begründe bereits die Zahl der Verstöße Zweifel an der Eignung des Klägers.

Dem Urteil zufolge kommt es auch nicht darauf an, ob möglicherweise andere Familienangehörige für die Verstöße verantwortlich waren. Wer durch viele Bußgeldbescheide erfahre, dass Andere mit seinen Autos laufend gegen Verkehrsvorschriften verstießen und dagegen nichts unternehme, zeige "hierdurch charakterliche Mängel".

Diese Mängel wiesen den Kläger selbst als ungeeigneten Verkehrsteilnehmer aus, erklärte das Gericht. Gegen die Entscheidung ist eine Berufung beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg möglich.

M.Stevenson--EWJ

Empfohlen

Herbststurm "Luise" sorgt für Zugausfälle und Feuerwehreinsätze

Der Herbststurm "Luise" hat am Freitag im Westen und Südwesten Deutschlands für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. In Nastätten in Rheinland-Pfalz kippte auf einem Stadtfest ein Gestell um, dabei wurden ein 58-Jähriger und ein 72-Jähriger schwer verletzt. Beide wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wie die Polizei in Koblenz mitteilte.

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Textgröße ändern: