English Woman's Journal - Bank in Frankfurt im Zuge von Ermittlungen gegen russischen Oligarchen durchsucht

Bank in Frankfurt im Zuge von Ermittlungen gegen russischen Oligarchen durchsucht


Bank in Frankfurt im Zuge von Ermittlungen gegen russischen Oligarchen durchsucht
Bank in Frankfurt im Zuge von Ermittlungen gegen russischen Oligarchen durchsucht / Foto: Mikhail KLIMENTYEV - Sputnik/AFP/Archiv

Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Geldwäsche gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow haben Ermittler am Dienstag den Sitz einer Großbank in Frankfurt am Main durchsucht. Dabei werde nicht gegen die Bank oder Mitarbeiter des Instituts ermittelt, sagte ein Sprecher der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur AFP, ohne einen Namen zu nennen.

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Es handelt sich demnach allerdings um denselben Beschuldigten, dessen Anwesen am Tegernsee und dessen Jacht im September durchsucht wurden. Kreise der Ermittlungsbehörden bestätigten AFP, dass es sich bei dem tatverdächtigen russischen Staatsbürger um Usmanow handelt. Die Ermittler erhoffen sich laut den Ermittlern von der Razzia Erkenntnisse zu Transaktionen Usmanows, der Kunde der durchsuchten Bank gewesen sein soll.

Usmanow soll laut den Ermittlern einen mehrstelligen Millionenbetrag verschoben und gegen die wegen Russlands Angriff auf die Ukraine gegen ihn verhängten EU-Sanktionen verstoßen haben. Er gilt als Vertrauter des russischen Staatschefs Wladimir Putin. Sein derzeitiger Aufenthaltsort ist unklar, Medienberichten zufolge soll er sich nach dem Beginn des russischen Angriffs nach Usbekistan abgesetzt haben. Davor lebte er lange unbehelligt in Bayern am Tegernsee. Seine Villa wurde im September durchsucht.

Etwa eine Woche später durchsuchten die Ermittler eine zuvor von Hamburg nach Bremen verlegte Jacht. Das Schiff soll laut einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks einen Wert von 500 Millionen Euro haben und zumindest bei der Fertigstellung die teuerste Jacht der Welt gewesen sein. Unter anderem gehört demnach zur Ausstattung der größte Pool, der je auf einer Jacht verbaut wurde.

Die Razzien stehen im Zusammenhang mit zwei getrennt laufenden Verfahren in Frankfurt und München. Die Frankfurter Ermittler nahmen ihr Verfahren nach der Veröffentlichung der sogenannten Panama-Papers auf. Usmanow soll demnach von 2017 bis dieses Jahr mehrere Transaktionen von Geld veranlasst haben, um dessen Herkunft zu verschleiern.

Bei den Transaktionen soll der Beschuldigte sein umfangreiches und komplexes Netzwerk an Unternehmen und Gesellschaften, überwiegend in sogenannten Offshorestaaten, genutzt haben. Es bestehe der Verdacht, dass das Geld aus Steuerhinterziehungen stammt. Das Volumen liege wohl im mehrstelligen Millionenbereich.

Auch die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen Usmanow wegen des Anfangsverdachts eines Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Usmanow soll auch nach Aufnahme auf die Sanktionsliste der Europäischen Union am 28. Februar seine Immobilien in Oberbayern von einer Sicherheitsfirma bewachen haben lassen.

Durch die Bezahlung dieser Bewachungsdienste habe er dem Verfügungsverbot über eingefrorene Gelder zuwider gehandelt. Vier weiteren Beschuldigten wird durch die Unterstützung der Bewachungsdienste Beihilfe zu dem Verstoß vorgeworfen.

L.McKay--EWJ

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