English Woman's Journal - Verdächtiger mehr als acht Jahre nach Mord an 84-Jähriger in Vlotho gefasst

Verdächtiger mehr als acht Jahre nach Mord an 84-Jähriger in Vlotho gefasst


Verdächtiger mehr als acht Jahre nach Mord an 84-Jähriger in Vlotho gefasst
Verdächtiger mehr als acht Jahre nach Mord an 84-Jähriger in Vlotho gefasst / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Mehr als acht Jahre nach der Ermordung einer 84-Jährigen im nordrhein-westfälischen Vlotho haben Ermittler anhand von DNA-Spuren einen Tatverdächtigen identifiziert. Der 38-Jährige sei am Dienstag in seiner Wohnung in Herford festgenommen worden und anschließend in Untersuchungshaft gekommen, teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Bielefeld sowie das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt (LKA) in Düsseldorf mit. Ihm wird demnach heimtückischer Mord aus Habgier vorgeworfen.

Textgröße ändern:

Die auf einen Rollator angewiesene 84-Jährige war im Februar 2014 in ihrer Wohnung erstochen worden. Aufgrund der Spurenlage gingen die Ermittler davon aus, dass sie durch Klingeln an der Haustür aus ihrem Mittagsschlag geweckt und jemanden in die Wohnung gelassen hatte. Dort wurde sie im Flur getötet.

Anschließend wurden die Räume nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft "zielgerichtet" durchsucht. Sie gingen damals von einem versuchten Raubmord aus, da das Opfer in der Vergangenheit mehr als 40.000 Euro in bar im Haus versteckt hatte. Zur Tatzeitpunkt war das Geld jedoch bereits seit längerem in ein Bankschließfach gebracht worden. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Täter von dem Geldvermögen gehört hatte und deshalb aus Habgier handelte.

Die zunächst ergebnislos verlaufenene Ermittlungen waren vor wenigen Wochen im Rahmen von sogenannten Cold-Case-Untersuchungen erneut aufgenommen worden. Dabei wurden laut Polizei und Staatsanwaltschaft durch den Einsatz neuartiger Nachweismethoden an den archivierten Tatortspuren bislang unbekannte Finger- und DNA-Spuren entdeckt. DNA des Verdächtigen wurde demnach an der Kleidung des Opfers nachgewiesen. Weitere Ermittlungen bekräftigten zudem den Verdacht.

Der Verdächtige äußerte sich nach Angaben der Ermittler zunächst nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Nähere Angaben zu seiner Identität machten sie nicht. Eine Ermittlungsrichterin erließ Haftbefehl wegen des Verdachts eines heimtückisches Mordes aus Habgier. Der Mann kam in ein Untersuchungsgefängnis.

R.Wilson--EWJ

Empfohlen

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Textgröße ändern: