English Woman's Journal - Prozess um Anlagebetrug in Millionenhöhe in Rheinland-Pfalz begonnen

Prozess um Anlagebetrug in Millionenhöhe in Rheinland-Pfalz begonnen


Prozess um Anlagebetrug in Millionenhöhe in Rheinland-Pfalz begonnen
Prozess um Anlagebetrug in Millionenhöhe in Rheinland-Pfalz begonnen / Foto: JACQUES DEMARTHON - AFP/Archiv

Vor dem Landgericht im rheinland-pfälzischen Koblenz hat am Dienstag ein Prozess um Anlagebetrug in Millionenhöhe begonnen. Die Anklage wirft fünf Männern und zwei Frauen vor, ihre Opfer über Jahre hinweg in 710 Fällen insgesamt um 9,9 Millionen Euro betrogen zu haben. Sie sollen zwischen April 2014 und November 2020 auf betrügerischen Internetplattformen einen vermeintlichen Onlinehandel mit Finanzprodukten angeboten haben.

Textgröße ändern:

Zwei der Angeklagten sollen die Geschäftsleiter des Firmengeflechts gewesen sein. Daneben müssen sich drei mutmaßliche leitende Angestellte und zwei Callcentermitarbeiter vor dem Gericht verantworten.

Ihre Opfer sollen sie laut Anklage dazu gebracht haben, auf der Webseite ein Handelskonto zu eröffnen und darauf regelmäßig 250 Euro einzuzahlen. Anschließend seien die Opfer von Callcentermitarbeitern angerufen worden, die behauptet hätten, eine risikolose Geldanlage mit hohen Renditen anbieten zu können.

Viele sollen daraufhin einen Vertrag geschlossen haben, der ihnen suggeriert habe, dass sie ihr Geld gar nicht verlieren könnten. Die Mitarbeiter des Callcenters sollen falsche Namen verwendet haben, auch die Angaben zum Unternehmenssitz auf der Homepage seien falsch gewesen.

Die Gruppe soll eine Software eingesetzt haben, um den Opfern vermeintliche Wertsteigerungen in ihren Accounts anzuzeigen. Diese Software sei jedoch eine reine Simulation gewesen. Sie sei gesperrt worden, sobald ein Opfer die Auszahlung des Gewinns verlangt habe.

Die Einzahlungen der Opfer seien zu keinem Zeitpunkt investiert worden. Auch eine Auszahlung war laut Anklage nie geplant. Der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz zufolge wurden 200 Menschen Opfer des Betrugs.

K.Marshall--EWJ

Empfohlen

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Anklage in Rheinland-Pfalz: Bürgermeister soll Beamtem keine Aufgaben gegeben haben

Weil er einem Beamten über Jahre hinweg trotz voller Bezüge keine Arbeitsaufträge gegeben haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen ehemaligen Verbandsbürgermeister aus Rheinland-Pfalz erhoben. Ihm wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. In dem Zusammenhang erhob sie eine weitere Anklage gegen einen zwischenzeitlich suspendierten leitenden Beamten der Verbandsgemeinde wegen Untreue.

Textgröße ändern: