English Woman's Journal - Frankreichs Justiz eröffnet Verfahren gegen Macron-Vertrauten

Frankreichs Justiz eröffnet Verfahren gegen Macron-Vertrauten


Frankreichs Justiz eröffnet Verfahren gegen Macron-Vertrauten
Frankreichs Justiz eröffnet Verfahren gegen Macron-Vertrauten / Foto: BENOIT TESSIER - POOL/AFP/Archiv

Die französische Justiz hat ein Verfahren wegen eines mutmaßlichen Interessenkonflikts gegen einen engen Mitarbeiter von Präsident Emmanuel Macron eingeleitet. Das teilte die Finanz-Staatsanwaltschaft am Montag in Paris mit. Dabei geht es um die familiären und beruflichen Verbindungen von Alexis Kohler, dem Generalsekretär des Élysées, zur italienisch-schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft MSC.

Textgröße ändern:

Kohler wies die Vorwürfe über seine Anwälte zurück. Die Staatsanwaltschaft hatte sich bereits früher mit dem Fall befasst, 2019 wurden die Ermittlungen jedoch eingestellt. Die Anti-Korruptions-Organisation Anticor erstattete erneut Anzeige und erklärte sich zur Nebenklägerin, was üblicherweise die Einsetzung eines Untersuchungsrichters nach sich zieht.

Kohler war in die Kritik geraten, weil er nach einem Posten im Wirtschaftsministerium zu MSC gewechselt hatte. Das Unternehmen wird von Cousins seiner Mutter geleitet und ist ein wichtiger Kunde des Schiffbauunternehmens STX France (heute Chantiers de l'Atlantique), das die Werften im westfranzösischen Saint-Nazaire leitet. Nach Macrons Wahlsieg ernannte der Präsident ihn zum Generalsekretär des Élysées. Er gilt als rechte Hand des Präsidenten.

D.Findlay--EWJ

Empfohlen

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Anklage in Rheinland-Pfalz: Bürgermeister soll Beamtem keine Aufgaben gegeben haben

Weil er einem Beamten über Jahre hinweg trotz voller Bezüge keine Arbeitsaufträge gegeben haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen ehemaligen Verbandsbürgermeister aus Rheinland-Pfalz erhoben. Ihm wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. In dem Zusammenhang erhob sie eine weitere Anklage gegen einen zwischenzeitlich suspendierten leitenden Beamten der Verbandsgemeinde wegen Untreue.

Textgröße ändern: