English Woman's Journal - Angriffe auf Neonazis in Ungarn: Mutmaßlicher Linksextremist in Haft

Angriffe auf Neonazis in Ungarn: Mutmaßlicher Linksextremist in Haft


Angriffe auf Neonazis in Ungarn: Mutmaßlicher Linksextremist in Haft
Angriffe auf Neonazis in Ungarn: Mutmaßlicher Linksextremist in Haft / Foto: MATTHIAS RIETSCHEL - POOL/AFP/Archiv

Nachdem er sich selbst bei der Polizei gestellt hat, ist ein mutmaßlicher Linksextremist am Freitag in Untersuchungshaft genommen worden. Der albanische Staatsangehörige Rexhino A. soll nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe Mitglied der sogenannten Hammerbande gewesen sein, der Angriffe auf Rechtsextreme in Budapest und Deutschland vorgeworfen werden. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs setzte den Haftbefehl gegen A. in Vollzug.

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A. soll sich der 2017 oder 2018 gegründeten linksextremistischen Gruppe im Februar 2023 angeschlossen haben. In der ungarischen Hauptstadt soll er sich der Bundesanwaltschaft zufolge an zwei Angriffen auf Menschen beteiligt haben. Die Überfälle ereigneten sich im Februar 2023 rund um den sogenannten Tag der Ehre. Dazu kommen jedes Jahr Rechtsextremisten aus ganz Europa nach Budapest.

In Dresden stehen seit November sieben mutmaßliche weitere Mitglieder der auch als Antifa-Ost bezeichneten Gruppe vor Gericht. Sie müssen sich vor dem Oberlandesgericht der sächsischen Hauptstadt wegen mutmaßlicher Angriffe auf Neonazis oder Menschen, die sie dafür hielten, verantworten. Neben den Attacken in Budapest wirft ihnen die Anklage auch Taten in Deutschland vor.

Angeklagt ist in Dresden auch Johann G., dem die Bundesanwaltschaft neben der bereits in einem früheren Prozess zu mehrjähriger Haft verurteilten Lina E. eine "herausgehobene Stellung" in der linksextremen Gruppierung zuweist.

Der nun festgenommene A. meldete sich den Angaben nach auf einer Polizeiwache in Hannover. Gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl vor. Am Donnerstagabend wurde er festgenommen und am Freitag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Konkret wird A. vorgeworfen, zusammen mit anderen Mitgliedern seiner Gruppe am 11. Februar 2023 in Budapest zwei Menschen mit Pfefferspray, Schlagstöcken und einem Hammer angegriffen zu haben. Eins der Opfer habe mindestens 15 Schläge überwiegend gegen den Kopf erlitten. A. wird der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und der gefährlichen Körperverletzung dringend verdächtigt.

F.Stewart--EWJ

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