English Woman's Journal - Nordrhein-Westfalen: Früherer Ladendetektiv wegen Raubmords vor 32 Jahren unter Verdacht

Nordrhein-Westfalen: Früherer Ladendetektiv wegen Raubmords vor 32 Jahren unter Verdacht


Nordrhein-Westfalen: Früherer Ladendetektiv wegen Raubmords vor 32 Jahren unter Verdacht
Nordrhein-Westfalen: Früherer Ladendetektiv wegen Raubmords vor 32 Jahren unter Verdacht / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Im Fall eines Raubmords in einem Supermarkt im nordrhein-westfälischen Tönisvorst vor mehr als 30 Jahren steht ein früherer Ladendetektiv unter Verdacht. Der heute 59-Jährige wurde in der vergangenen Woche widerstandslos in seiner Wohnung in Krefeld festgenommen, wie eine Polizeisprecherin in Gelsenkirchen am Dienstag sagte. Am 25. Januar 1995 war die 24-jährige Leiterin einer Filiale des Discounters Lidl in Tönisvorst im Kreis Viersen erdrosselt worden, dann raubten der oder die Täter den Tresor aus.

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Der 59-Jährige soll demnach bis November 1994, also wenige Monate vor der Tat, in dem Supermarkt als Ladendetektiv gearbeitet haben. Er kam nun nach seiner Festnahme wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Der Verdacht gegen den 59-Jährigen erhärtete sich demnach, als damals gesicherte Spuren mit modernen Analyseverfahren neu bewertet wurden. Ende September hatte die Polizei von neuen DNA-Spuren in dem Fall berichtet, die zu dem Täter oder den Tätern führen könnten. Anders als vor 30 Jahren stehen für die Auswertung der Spuren heute demnach moderne Methoden zur Verfügung.

Nach bisherigen Angaben sollen unbekannte Täter an jenem Januarmorgen des Jahres 1995 in die Filiale eingedrungen, um Bargeld zu stehlen. Sie fesselten und knebelten die Filialleiterin Sonja K., die vor der Eröffnung des Geschäfts Waren einräumte. Sie wurde erdrosselt und starb noch vor Ort. Aus dem Tresor raubten die Täter dann mehrere tausend Mark.

Ein Schlüsselbund unter anderem mit dem Schlüssel zum Haupteingang und zum Tresor, den das Opfer bei sich trug, sind seit der Tat verschwunden. Die Ermittler gingen bislang davon aus, dass mehrere Täter gemeinschaftlich handelten, ihnen die Filiale bekannt war und sie von den internen Abläufen wussten.

Der Fall gilt als Cold Case, also als lange zurückliegende Tat. Die Polizei Mönchengladbach nahm in ähnlichen Fällen die Ermittlungen zu ungeklärten Tötungsdelikten aus den vergangenen Jahrzehnten in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen und der zuständigen Staatsanwaltschaft wieder auf.

D.W.Robertson--EWJ

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