English Woman's Journal - Tötung von Flugbegleiterin in Bonn vor 34 Jahren: BGH bestätigt Mordurteil

Tötung von Flugbegleiterin in Bonn vor 34 Jahren: BGH bestätigt Mordurteil


Tötung von Flugbegleiterin in Bonn vor 34 Jahren: BGH bestätigt Mordurteil
Tötung von Flugbegleiterin in Bonn vor 34 Jahren: BGH bestätigt Mordurteil / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

34 Jahre nach der Tötung einer Frau in Bonn ist der Täter rechtskräftig wegen Mordes verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte das Urteil des Bonner Landgerichts vom März weitgehend, wie er am Freitag mitteilte. Der Angeklagte hatte in dem Prozess in Nordrhein-Westfalen gestanden, die 29-jährige Frau im Oktober 1992 in ihrer Wohnung vergewaltigt und getötet zu haben. (Az. 2 StR 377/26)

Textgröße ändern:

Wie das Landgericht feststellte, erdrosselte er sie, weil sie sein Gesicht gesehen hatte. Dann habe er einen Brand in der Wohnung entfacht, um seine Spuren zu beseitigen. Polizei und Feuerwehr rückten wegen des Feuers an und fanden die Leiche der Frau, einer Flugbegleiterin. Eine rechtsmedizinische Untersuchung ergab später deutliche Hinweise auf Gewalteinwirkung. Die damaligen Ermittlungen führten jedoch zunächst nicht zu einem Tatverdächtigen.

Ermittler einer Bonner Coldcaseeinheit rollten den Fall Jahre später erneut auf. Mithilfe neuer kriminaltechnischer Untersuchungsmethoden wurden Spuren vom Tatort neu ausgewertet. So geriet der nun Verurteilte schließlich in den Fokus der Ermittler. Er wurde im Mai 2025 festgenommen.

Das Landgericht verurteilte ihn im März dieses Jahres wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Der zu dem Zeitpunkt 59 Jahre alte Angeklagte wandte sich an den BGH, um das Urteil überprüfen zu lassen. Der BGH fand aber fast keine Rechtsfehler. Es wies die Revision des Manns größtenteils zurück. Seine Verurteilung wegen Mordes ist damit rechtskräftig.

Nur über einen Nebenaspekt muss das Landgericht noch einmal verhandeln. Dabei geht es um eine mögliche Anrechnung eines früheren Gefängnisaufenthalts auf die Mindestdauer der Haftverbüßung. Die Vollstreckung einer lebenslangen Freiheitsstrafe kann unter strengen Voraussetzungen nach 15 Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden.

B.Jamieson--EWJ

Empfohlen

Australische Abgeordnete nach mutmaßlichem Angriff weiter in kritischem Zustand

Die bei einem mutmaßlichen Angriff lebensgefährlich verletzte australische Abgeordnete Helen Haines befindet sich nach Regierungsangaben weiter in einem kritischen Zustand. Die 65-Jährige sei operiert worden und sei weiterhin im Krankenhaus, sagte Premierminister Anthony Albanese am Dienstag im Fernsehen. Er habe mit ihrem Mann Phil gesprochen. Die Gedanken "aller Australier" seien bei der Familie und den Freunden der parteilosen Abgeordneten, fügte er hinzu.

Papst Leo XIV. spricht nach Telefonat mit Putin auch mit Selenskyj

Wenige Tage nach seinem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat Papst Leo XIV. am Montag auch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj gesprochen. "Der Heilige Vater erinnerte an die ernste Lage in der Stadt Oleschky in der Region Cherson und bezog sich auf seine Bitte um eine humanitäre Waffenruhe, die er dem Präsidenten der Russischen Föderation unterbreitet hatte", teilte der Vatikan mit.

Nächtliche Ausgangssperren in Paris und anderen französischen Städten verfügt

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich haben erste Städte nächtliche Ausgangssperren verhängt. Diese sollten unter anderem in einigen Vierteln von Paris von Montagabend 23.00 Uhr bis Dienstagmorgen 6.00 Uhr gelten, wie die Polizeipräfektur der Hauptstadt ankündigte. Bereits ab 20.00 Uhr gelte in den Brennpunkten der Ausschreitungen vom Wochenende ein Demonstrationsverbot.

Erste französische Städte verhängen nächtliche Ausgangssperren

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich haben erste Städte nächtliche Ausgangssperren verhängt. Wie das Büro von Premierminister Sébastien Lecornu mitteilte, gelten diese unter anderem in der nördlichen Großstadt Lille von Montagabend um 20.00 Uhr bis Dienstagmorgen um 6.00 Uhr. Weitere Kommunen in der Region verhängten ähnliche Maßnahmen. Laut Lecornu sollen durch die lokalen Ausgangssperren Geschäfte vor Plünderungen geschützt werden.

Textgröße ändern: