English Woman's Journal - Mögliche Anschlagspläne in Großbritannien: Offenbar kein Sprengstoff gefunden

Mögliche Anschlagspläne in Großbritannien: Offenbar kein Sprengstoff gefunden


Mögliche Anschlagspläne in Großbritannien: Offenbar kein Sprengstoff gefunden
Mögliche Anschlagspläne in Großbritannien: Offenbar kein Sprengstoff gefunden / Foto: Ben STANSALL - AFP

Das Rätselraten über mögliche Anschlagspläne an einem auch von den USA genutzten britischen Militärstützpunkt im Südwesten Englands geht weiter: Am Luftwaffenstützpunkt Fairford waren am Dienstag weiter bewaffnete Polizisten im Einsatz, auch ein nahegelegenes Dorf war weiter abgeriegelt. Britische Medien berichteten allerdings, in den in der Nähe des Stützpunkts beschlagnahmten Fahrzeugen sei kein Sprengstoff gefunden worden. Fünf Verdächtige waren bereits am Montag wieder freigelassen worden.

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Die britische Polizei war in der Nacht zum Sonntag zu dem Stützpunkt der Royal Air Force gerufen worden, der auch von der US-Armee für den Krieg gegen den Iran genutzt wird. Die Polizei entdeckte an dem Stützpunkt drei weiße Lieferwagen und nahm fünf Verdächtige fest. Es handelt sich nach Polizeiangaben um britische Staatsbürger im Alter von 23 bis 25 Jahren, die alle in London wohnen.

Schon am Montag wurden die fünf Männer vorläufig wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Verdächtigen seien "nach umfangreichen Befragungen und Ermittlungen" unter Auflagen freigelassen worden, erklärte der Leiter der britischen Anti-Terror-Polizei, Laurence Taylor.

Die beschlagnahmten Fahrzeuge wurden nach Polizeiangaben umfassend untersucht. Zum Ergebnis dieser Ermittlungen machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die "Times" und andere britische Medien berichteten, die Polizei habe keine Spuren von Sprengstoff gefunden.

In den Lieferwagen befanden sich offenbar Fässer, wie auf Luftaufnahmen der Fahrzeuge zu sehen war. Mindestens ein Fahrzeug war zudem mit einem gefälschten Logo eines echten Diesellieferanten und einer falschen Telefonnummer versehen. Möglicherweise wurde an dem Stützpunkt also gar kein Anschlag, sondern ein Treibstoff-Diebstahl vereitelt.

Polizeichef Taylor hatte am Montag nach der Freilassung der Verdächtigen gesagt, es werde weiter in alle Richtungen ermittelt. Geprüft wird demnach auch, ob mögliche "Stellvertreter" am Werk waren, die wissentlich oder unwissentlich für einen ausländischen Staat arbeiteten. Britische Medien hatten zuvor berichtet, die Anti-Terror-Polizei prüfe eine mögliche Verbindung zum Iran. Die iranische Botschaft wies eine Verwicklung "auf das Schärfste" zurück und sprach von "böswilligen Spekulationen".

Für zusätzliche Verwirrung sorgten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump und seinem Außenminister Marco Rubio. Trump hatte am Sonntag in Washington gesagt, die Verdächtigen hätten "großen Schaden" an dem Stützpunkt anrichten wollen, auf dem auch US-Kampfflugzeuge stationiert sind. Auf eine Frage nach den Festgenommenen sagte er: "Wir wissen alles über sie." Später äußerte er sich "überrascht" über die Freilassung der Männer. "Ich hätte das nicht getan", sagte Trump.

Trump fügte hinzu, der Vorfall stehe "möglicherweise" mit dem Iran in Verbindung. Details nannte er nicht. Auch Rubio sagte, hinter dem möglichen Anschlagsplan stehe "ein ausländischer Akteur". Es handele sich um "eine sehr ernste Angelegenheit", auf die "angemessen" regiert worden sei, sagte er im Sender Fox News. In den kommenden Tagen würden "dazu noch viele weitere Informationen bekannt".

London hatte in der Vergangenheit mehrfach dem Iran und Russland vorgeworfen, auf Mittelsmänner zurückzugreifen, um kriminelle Aktivitäten auf britischem Territorium auszuführen. Laut einem Bericht der "Times" waren nach Geheimdienstinformationen über eine Bedrohung für Militärstützpunkte zuletzt die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt worden, vor allem in Fairford.

Die Luftwaffenbasis Fairford war von der US-Armee schon während des Golfkriegs Anfang der 1990er Jahre und während des Irak-Krieges 2003 genutzt worden.

B.Mclean--EWJ

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