English Woman's Journal - Bischof Wilmer nennt Antisemitismus "Sünde" - Kritik an AfD und Linkspartei

Bischof Wilmer nennt Antisemitismus "Sünde" - Kritik an AfD und Linkspartei


Bischof Wilmer nennt Antisemitismus "Sünde" - Kritik an AfD und Linkspartei
Bischof Wilmer nennt Antisemitismus "Sünde" - Kritik an AfD und Linkspartei / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, hat nach den jüngsten Landtagswahlen mit scharfen Worten vor einem wachsenden Antisemitismus gewarnt. "Antisemitismus ist Sünde", sagte Wilmer am Montag zu Beginn der Herbstvollversammlung der Bischöfe im hessischen Fulda. Die katholische Kirche stehe an der Seite der jüdischen Bürger in Deutschland. "Antisemitismus untergräbt unsere Demokratie", warnte Wilmer.

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Der Bischof von Münster nannte den Ausgang der Landtagswahlen einen klaren "Warnhinweis". Populistische Kräfte würden an Stärke gewinnen. Das Schlechtreden der Situation in Deutschland stimme ihn dabei kritisch. "Unser Land ist besser, als es geredet wird", sagte Wilmer.

Insbesondere die Linke, die in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus gewann, wird politisch derzeit mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert. Der Bischof von Münster wies außerdem Pläne der Berliner Linken zurück, die Polizei in Berlin zu reduzieren. "Es kann nicht sein, dass wir von einer Reduktion der Polizeikräfte sprechen."

Mit Blick auf die AfD bekräftigte Wilmer die kritische Haltung der katholischen Kirche in Deutschland gegenüber der Partei. "Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar", sagte er. Es sei aber notwendig, den Menschen zuzuhören, die AfD wählten. Es müssten unbedingt Formate geschaffen werden, in denen zugehört werde. "Wir brauchen hier Raum und Zeit zum Austausch."

Die mehr als 60 Bischöfe und Weihbischöfe beraten bis Donnerstag in Fulda. Außer über den Zustand der Demokratie in Deutschland wollen sie auch die Enzyklika "Magnifica humanitas" von Papst Leo XIV. beraten. Wilmer sagte, die Enzyklika habe in Deutschland große Resonanz, sie solle nun weiter verbreitet werden.

Daneben steht der Bischofskonferenz eine größere personelle Neuaufstellung bevor. Die Zahl der bischöflichen Kommissionen wurde zuletzt von 14 auf acht reduziert - nun sollen in Fulda die acht Kommissionen neu besetzt werden. An der bis Donnerstag dauernden Vollversammlung nimmt erstmals als neuer Vatikanbotschafter in Deutschland der Apostolische Nuntius, Erzbischof Hubertus van Megen, teil.

A.Wallace--EWJ

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