English Woman's Journal - Papst Leo XIV. warnt vor "Lügen und Täuschungen" zwischen Staaten

Papst Leo XIV. warnt vor "Lügen und Täuschungen" zwischen Staaten


Papst Leo XIV. warnt vor "Lügen und Täuschungen" zwischen Staaten
Papst Leo XIV. warnt vor "Lügen und Täuschungen" zwischen Staaten / Foto: Benoit Tessier - POOL/AFP

Papst Leo XIV. hat zum Abschluss seines Frankreichbesuchs zu neuen Anstrengungen für den Frieden in Europa aufgerufen und "Lügen und Täuschungen" in internationalen Beziehungen angeprangert. "Heutzutage werden die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Beziehungen zwischen den Staaten immer barbarischer", sagte der Papst am Montag im lothringischen Metz. "Das gegebene Wort wird missachtet, stattdessen rühmt man sich der Lüge und der Täuschung", sagte der Papst.

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Europa könne "dieser Abwärtsspirale ein Ende setzen, dank der Achtung vor dem anderen, die zu pflegen und zu bewahren es verstanden hat". Es habe in den letzten achtzig Jahren bewiesen, dass es möglich ist, unterschiedliche Interessen geltend zu machen, indem man sich begegne, anstatt sich zu bekämpfen, fügte er hinzu.

Mit Blick auf den Ukraine-Krieg, "ein neues sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige Opfer fordert", rief der Papst zu "geduldigem Dialog" auf. Es sei notwendig, bei den Verhandlungen Mut zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben, fügte er hinzu.

Das Streben nach Frieden in Europa und weltweit sei nicht naiv, sondern bedürfe "kreativer Anstrengungen", sagte der Papst unter Rückgriff auf den EU-Gründervater Robert Schuman. "Man muss sich jedoch vor der Illusion der Wiederaufrüstung hüten", betonte er.

"Heute müssen wir uns fragen, ob wir tatsächlich kreative Anstrengungen unternehmen, um den Weltfrieden zu fördern, oder ob wir lediglich versuchen, das Blutvergießen des Krieges einzudämmen, um uns besser auf jene Kriege vorzubereiten, von denen wir annehmen, dass sie noch kommen werden", sagte der Papst.

Leo XIV. ging auch erneut auf die Situation der Migranten in Europa ein, "die vor Kriegsschauplätzen und Verfolgung fliehen oder auf der Suche nach einem besseren Leben fernab von Armut und Elend sind". Er rief dazu auf, "die historische Tragweite dessen zu begreifen, was gerade geschieht, nämlich eine beispiellose Begegnung zwischen Völkern und Kulturen". Diese ermögliche eine "kreative Wiederentdeckung unserer Wurzeln" und rufe zum Hören auf den Anderen auf.

L.McKay--EWJ

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