English Woman's Journal - Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu

Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu


Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu
Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu / Foto: Ed JONES - AFP

Papst Leo XIV. hat Opfern sexueller Gewalt in der Kirche seinen Einsatz zugesagt, um weitere Fälle zu verhindern. Der Papst wolle mit ihnen zusammenarbeiten und "alles tun, damit das Unrecht, das sie erlitten haben, sich für andere nicht wiederholt", teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

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Leo XIV. war zuvor im französischen Pilgerort Lourdes mit sieben Menschen zusammengetroffen, die in ihrer Kindheit in ihren Pfarreien oder an katholischen Schulen missbraucht worden waren. Das etwa zweistündige Treffen fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Fünf der Teilnehmer traten anschließend vor die Medien und billigten dem Papst ein "tiefes Verständnis" für die Problematik zu.

"Für ihn ist es klar, dass es einen systemischen Charakter gibt", sagte Jérôme Guillement, der als Jugendlicher von einem Priester missbraucht worden war. "Für ihn sind die Täter Individuen, aber nur die systemische Dimension hat es ermöglicht, dass es immer weitergegangen ist."

Der Papst sei sich "des Ausmaßes des Problems sehr bewusst", sagte auch Bertrand Virieux, Opfer eines Priesters in Lyon, dessen Fall auch den Kardinal Philippe Barbarin betraf. Dieser war wegen Vertuschens der Affäre zunächst verurteilt, später aber freigesprochen worden.

Véronique Garnier, die mit 13 von einem Priester missbraucht worden war, zeigte sich erleichtert. "Ich habe dem Papst alles sagen können, was ich wollte", sagte sie auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von fünf der sieben Teilnehmer an dem Gespräch mit dem Papst. Zwei von ihnen wollten anonym bleiben, unter ihnen ein Opfer des früher sehr beliebten Armenpriesters Abbé Pierre, gegen den nach seinem Tod zahlreiche Missbrauchsvorwürfe öffentlich geworden waren.

Das katholische Kirchenoberhaupt hatte am Vormittag vor den in Lourdes versammelten französischen Bischöfen zu "höchster Wachsamkeit" aufgerufen. Er sprach von der "schmerzhaften Wunde des Missbrauchs an Minderjährigen, der von Mitgliedern des Klerus oder im kirchlichen Kontext begangen wurde".

Der Papst dankte den französischen Bischöfen für ein entschlossenes Vorgehen bei der Aufarbeitung der Skandale, insbesondere durch "die Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung". Er mahnte die Bischofskonferenz, "auf diesem Weg weiterzugehen". Auch in seiner Predigt während seiner Messe in Lourdes erwähnte Leo XIV. "schmerzhafte Verirrungen" innerhalb der Kirche.

Kurz vor der Begegnung mit den Bischöfen hatte Papst Leo vor einem Kunstwerk innegehalten, das den minderjährigen Opfern sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche gewidmet ist.

Die französische Bischofskonferenz hatte nach der Veröffentlichung eines Berichts über die hohe Zahl der Missbrauchsopfer 2021 die institutionelle Verantwortung der Kirche anerkannt und zwei Stellen für die Begleitung und Entschädigung von Opfern eingerichtet.

Bis heute meldeten sich knapp 2000 Betroffene, die laut eigenen Schilderungen Missbrauch in katholischen Pfarreien oder Schulen erlebten. Etwa 1200 wurden auch finanziell entschädigt. Eine zweite Stelle kümmert sich um Missbrauchsopfer von Ordensgemeinschaften.

An dem Treffen in Lourdes hatte es Kritik gegeben, weil die Bischofskonferenz die Teilnehmer ausgewählt hatte. Der Vatikan erklärte, dass es ein Treffen im kleinen Rahmen sein solle, um ein persönliches Gespräch zu ermöglichen. Nach Aussagen der Teilnehmer sprach der Papst mit jedem einzeln etwa eine Viertelstunde und dann noch mit allen gemeinsam.

Der Papst beschloss seinen Tag in dem Pilgerort mit seiner Teilnahme an einer traditionellen Marienprozession im Licht von Fackeln.

Am Montag will Leo XIV. zum Abschluss seines viertägigen Frankreich-Besuchs im lothringischen Metz eine politische Rede zu den Wurzeln Europas halten. Präsident Emmanuel Macron hat dazu sämtliche europäischen Staats- und Regierungschefs eingeladen. Bis zum Sonntagabend äußerte sich das Präsidialamt in Paris nicht dazu, wer von ihnen kommen wird.

L.MacDonald--EWJ

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