English Woman's Journal - Prozess gegen Krankenschwester nach Tod von Coronapatient in Düsseldorf begonnen

Prozess gegen Krankenschwester nach Tod von Coronapatient in Düsseldorf begonnen


Prozess gegen Krankenschwester nach Tod von Coronapatient in Düsseldorf begonnen
Prozess gegen Krankenschwester nach Tod von Coronapatient in Düsseldorf begonnen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Eineinhalb Jahre nach dem Tod eines Coronapatienten hat vor dem Düsseldorfer Landgericht der Prozess gegen eine 41-jährige Krankenschwester begonnen. Wie ein Gerichtssprecher sagte, wirft die Staatsanwaltschaft in ihrer am Mittwoch verlesenen Anklage der Frau versuchten Totschlag vor.

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Die Gesundheits- und Krankenpflegerin war demnach Anfang Februar 2021 in einem Krankenhaus in Neuss im Frühdienst auf der Intensivstation tätig. Dort war sie unter anderem für einen 52-jährigen Coronapatienten zuständig. Der Zustand des Patienten soll sich in der Nacht zunehmend verschlechtert haben. Die Ärzte sollen mit seinem baldigen Tod gerechnet haben. Dem Patienten wurde permanent ein blutdruckhebendes Medikament verabreicht.

Der Pflegerin wird nun vorgeworfen, eigenmächtig und entgegen einer ärztlichen Anordnung die Dosierung des Medikaments halbiert zu haben. Aus Mitleid mit dem Patienten habe sie sein Leid verkürzen und seinen Tod weiter beschleunigen wollen, heißt es in der Anklage. Der Mann starb wenige Stunden später an Multiorganversagen.

Dem Gerichtssprecher zufolge ist nur versuchter Totschlag angeklagt, weil nicht feststellbar sei, ob das Handeln der Angeklagten wirklich zu einer Lebensverkürzung des Manns führte. Die Frau machte im Ermittlungsverfahren keine Angaben zu der Tat.

Am Mittwoch ließ die Angeklagte ihren Anwalt eine schriftliche Erklärung verlesen. Anschließend wurden zwei Rechtsmediziner als Sachverständige gehört. Für den Prozess sind Termine bis Ende September angesetzt.

N.Steward--EWJ

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