English Woman's Journal - Leo XIV. feiert in Paris Messe mit 800.000 Menschen

Leo XIV. feiert in Paris Messe mit 800.000 Menschen


Leo XIV. feiert in Paris Messe mit 800.000 Menschen
Leo XIV. feiert in Paris Messe mit 800.000 Menschen / Foto: Alberto PIZZOLI - AFP

Bei einer Freiluftmesse im Herzen von Paris haben am Samstag hunderttausende Menschen an einem Gottesdienst mit Papst Leo XIV. teilgenommen. Nach Schätzungen des Vatikans versammelten sich etwa 800.000 Menschen zu der Messe im Zentrum der französischen Hauptstadt. Zuvor war der Papst im Papamobil über die Champs-Elysées gefahren, wo er von zahlreichen Gläubigen bejubelt wurde.

Textgröße ändern:

An der Messe auf dem Place de la Concorde nahmen auch zahlreiche Politiker teil, unter anderem die rechtspopulistische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen. Laut Vatikan versammelten sich 800.000 Besucher auf der mehr als zwei Kilometer langen Strecke zwischen dem Triumphbogen und dem Platz. In seiner Predigt rief das Oberhaupt der katholischen Kirche dazu auf, über den Sinn des Lebens nachzudenken: "Was suchen wir wirklich im Leben?", fragte er.

Am Vormittag hatte der Papst zunächst zu einem würdevollen Umgang mit Migranten aufgerufen. Die Menschen sollten "jene sehen, die unsichtbar sind, und jene befreien, die durch die wirtschaftliche Lage in die Sklaverei gedrängt werden", sagte er beim Besuch einer Einrichtung für Migranten in Paris.

In seiner Predigt ermutigte Papst Leo XIV. insbesondere Jugendliche und diejenigen, die sich auf die Taufe vorbereiten, "lebendige Zeugen einer Zivilisation der Liebe" zu werden. Die Messe endet mit einem "Salve Regina", einem traditionellen Marienlied, das der Past vor einer silbernen Marienstatue sang, die sonst in der Kathedrale Notre-Dame aufbewahrt wird.

In Frankreich ist die Zahl der Erwachsenentaufen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. In diesem Jahr haben sich insgesamt knapp 21.400 Jugendliche und überwiegend junge Erwachsene taufen lassen - ein Phänomen, das im Vatikan aufmerksam beobachtet wird. "Ich dachte immer, die Messe ist für alte Menschen, aber in meiner Pfarrei ist das gar nicht so, da geht es sehr lebendig zu", sagte die 31 Jahre alte Angeline Mandoux, die sich auf die Taufe vorbereitet.

Am Samstagabend wollte der Papst in den südfranzösischen Pilgerort Lourdes weiterreisen. Dort ist am Sonntag auch ein Treffen mit sieben Menschen geplant, die in ihrer Kindheit Opfer sexuellen Missbrauchs durch katholische Geistliche oder Angestellte an katholischen Schulen geworden sind.

Am Montag will Leo XIV. zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs im lothringischen Metz eine politische Rede zu den Wurzeln Europas halten, zu der Präsident Macron sämtliche europäischen Staats- und Regierungschefs eingeladen hat. Bislang ist nicht bekannt, wer von ihnen kommen will.

M.Campbel--EWJ

Empfohlen

Australische Abgeordnete nach mutmaßlichem Angriff weiter in kritischem Zustand

Die bei einem mutmaßlichen Angriff lebensgefährlich verletzte australische Abgeordnete Helen Haines befindet sich nach Regierungsangaben weiter in einem kritischen Zustand. Die 65-Jährige sei operiert worden und sei weiterhin im Krankenhaus, sagte Premierminister Anthony Albanese am Dienstag im Fernsehen. Er habe mit ihrem Mann Phil gesprochen. Die Gedanken "aller Australier" seien bei der Familie und den Freunden der parteilosen Abgeordneten, fügte er hinzu.

Papst Leo XIV. spricht nach Telefonat mit Putin auch mit Selenskyj

Wenige Tage nach seinem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat Papst Leo XIV. am Montag auch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj gesprochen. "Der Heilige Vater erinnerte an die ernste Lage in der Stadt Oleschky in der Region Cherson und bezog sich auf seine Bitte um eine humanitäre Waffenruhe, die er dem Präsidenten der Russischen Föderation unterbreitet hatte", teilte der Vatikan mit.

Nächtliche Ausgangssperren in Paris und anderen französischen Städten verfügt

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich haben erste Städte nächtliche Ausgangssperren verhängt. Diese sollten unter anderem in einigen Vierteln von Paris von Montagabend 23.00 Uhr bis Dienstagmorgen 6.00 Uhr gelten, wie die Polizeipräfektur der Hauptstadt ankündigte. Bereits ab 20.00 Uhr gelte in den Brennpunkten der Ausschreitungen vom Wochenende ein Demonstrationsverbot.

Erste französische Städte verhängen nächtliche Ausgangssperren

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich haben erste Städte nächtliche Ausgangssperren verhängt. Wie das Büro von Premierminister Sébastien Lecornu mitteilte, gelten diese unter anderem in der nördlichen Großstadt Lille von Montagabend um 20.00 Uhr bis Dienstagmorgen um 6.00 Uhr. Weitere Kommunen in der Region verhängten ähnliche Maßnahmen. Laut Lecornu sollen durch die lokalen Ausgangssperren Geschäfte vor Plünderungen geschützt werden.

Textgröße ändern: