English Woman's Journal - Tausende Rettungskräfte suchen nach Erdbeben in China nach Überlebenden

Tausende Rettungskräfte suchen nach Erdbeben in China nach Überlebenden


Tausende Rettungskräfte suchen nach Erdbeben in China nach Überlebenden
Tausende Rettungskräfte suchen nach Erdbeben in China nach Überlebenden / Foto: STR - CNS/AFP

Im Südwesten Chinas haben am Dienstag tausende Rettungskräfte nach Überlebenden des schweren Erdbebens gesucht. Hunderte Menschen wurden nach Berichten der chinesischen Staatsmedien noch in den Trümmern vermisst oder waren in Bergdörfern von der Außenwelt abgeschnitten. Die Zahl der Todesopfer stieg auf mindestens 66. Nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders CCTV wurden mehr als 6500 Helfer in die betroffene Provinz Sichuan entsandt.

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Das Beben der Stärke 6,6 und mehrere Nachbeben hatten am Montag eine Bergregion in Sichuan erschüttert. Die Erdstöße lösten auch Erdrutsche aus, die schwere Schäden verursachten. Das staatliche Erdbeben-Zentrum CENC veröffentlichte Bilder von Felsbrocken, die im Bezirk Luding die Berge hinabstürzten und riesige Staubwolken verursachten. Auch mindestens sieben Wasserkraftwerke wurden durch das Beben beschädigt, wie das Ministerium für Wasserressourcen mitteilte.

Mehr als 11.000 Menschen wurden wegen drohender Erdrutsche oder Hauseinstürze in Sicherheit gebracht, wie CCTV berichtete. Im Dorf Moxi unweit des Epizentrums des Bebens seien fast alle Häuser einsturzgefährdet, sagte die Einwohnerin Yang Qing. "Manche sind nicht eingestürzt, aber alle haben Risse." Die Polizei sperrte die Häuser ab, die Bewohner mussten in Zelte umziehen.

Fernsehbilder zeigten, wie Rettungskräfte eine blutende Frau aus Trümmern bargen und einen Überlebenden auf einer Trage über eine Behelfsbrücke trugen. Im Touristenort Hailuogou in den Bergen waren Berichten zufolge mehr als 200 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Im Fernsehen waren Bulldozer zu sehen, die Felsbrocken und andere Trümmer von der Straße räumten.

Wegen einer drohenden Sturzflut mussten im Bezirk Luding mehr als hundert Menschen ihre Häuser verlassen. Nach Angaben der Behörden hatte ein Erdrutsch einen Nebenfluss des Dadu-Flusses zugeschüttet. Weil sich das Wasser bedrohlich aufstaute, wurden Dorfbewohner von Rettungskräften in Kajaks in Sicherheit gebracht. Der chinesische Wetterdienst sagte bis Donnerstag Regen für die Unglücksregion voraus, was die Rettungs- und Sucharbeiten erschweren könnte.

In China gibt es häufig Erdbeben, insbesondere in den Bergregionen im Westen und Südwesten des Landes. Im September 2008 starben bei einem Beben der Stärke 8,0 in Sichuan 87.000 Menschen.

P.Munro--EWJ

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