English Woman's Journal - Heftiger Streit um Erbe von Dolly Parton kurz nach ihrem Tod

Heftiger Streit um Erbe von Dolly Parton kurz nach ihrem Tod


Heftiger Streit um Erbe von Dolly Parton kurz nach ihrem Tod
Heftiger Streit um Erbe von Dolly Parton kurz nach ihrem Tod / Foto: Patrick T. Fallon - AFP/Archiv

Knapp einen Monat nach dem Tod von Country-Legende Dolly Parton ist zwischen ihrem langjährigen Manager und ihrem Neffen ein heftiger Streit um das millionenschwere Erbe ausgebrochen. Eine Richterin erließ am Mittwoch (Ortszeit) auf Antrag von Partons langjährigem Manager und Nachlassverwalter eine einstweilige Verfügung gegen Partons Neffen Bryan Seaver. Vorangegangen waren laut Gerichtsunterlagen Drohungen des Neffen.

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Seaver muss auf gerichtliche Anordnung Abstand zu dem von Dolly Parton zu ihren Lebzeiten gegründeten Unternehmen She's Alive halten, das den Nachlass des Stars verwaltet. Zudem darf Partons Neffe keinen Kontakt zu den Mitarbeitern des Unternehmens sowie zu dessen Geschäftspartnern aufnehmen, wie der Sender CBS News berichtete. Seaver kritisierte die einstweilige Verfügung im Sender ABC als "Publicity-Stunt".

Partons Manager Danny Nozell hatte Seaver laut dem Nachrichtenportal "TMZ" eine "eskalierende Drohkampagne" und "Einschüchterung" vorgeworfen. Nozell erhob den Vorwurf, Seaver wolle Geld aus dem Nachlass seiner verstorbenen Tante erpressen. In Textnachrichten habe Partons Neffe unter anderem gedroht, er werde zur "Hand der Vergeltung für meine ganze Familie" werden, zitierte die "New York Times" aus Gerichtsunterlagen.

Seaver war rund 20 Jahre lang für die Sicherheit seiner Tante sowie von deren Anwesen verantwortlich, bevor er "TMZ" zufolge in der vergangenen Woche gefeuert wurde. Er war es, der Partons Krebs-Tod im vergangenen Monat in einem emotionalen Video bekanntgegeben hatte.

Seaver bezeichnet sich selbst als Militär-Dienstleister und internationalen Waffenhändler. Der "New York Times" teilte er mit, er führe derzeit eigene Ermittlungen zu der Frage, wie Partons Geschäfte zum Zeitpunkt ihres Todes gemanagt worden seien. Mit "aus dem Zusammenhang gerissenen" Erklärungen werde offenbar versucht, ihn als "eine Art Opposition" zu der Marke und dem Gedenken an seine Tante darzustellen, erklärte Seaver.

Die einstweilige Verfügung gilt vorerst bie zum 7. Oktober. Für dieses Datum setzte die zuständige Richterin eine Anhörung an.

Parton war am 25. August im Alter von 80 Jahren gestorben. Die "Königin der Countrymusik" wurde mit Hits wie "Jolene" und der Ballade "I Will Always Love You" bekannt, die in der Version von Whitney Houston zu einem der erfolgreichsten Hits aller Zeiten wurde.

Zu ihrem Nachlass, der laut dem "Forbes"-Magazin auf rund 450 Millionen Dollar (395 Millionen Euro) geschätzt wird, gehört unter anderem der Vergnügungspark Dollywood in Tennessee, der jedes Jahr etwa vier Millionen Besucher anzieht. Partons Ehemann Carl Dean war im vergangenen Jahr gestorben. Das Paar hatte keine Kinder.

E.Brwon--EWJ

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