English Woman's Journal - Illegale Zigarettenproduktion in Nordrhein-Westfalen: Wohl 28 Millionen Euro Schaden

Illegale Zigarettenproduktion in Nordrhein-Westfalen: Wohl 28 Millionen Euro Schaden


Illegale Zigarettenproduktion in Nordrhein-Westfalen: Wohl 28 Millionen Euro Schaden
Illegale Zigarettenproduktion in Nordrhein-Westfalen: Wohl 28 Millionen Euro Schaden / Foto: Pascal POCHARD-CASABIANCA - AFP/Archiv

Durch die illegale Produktion von gefälschten Markenzigaretten in Nordrhein-Westfalen ist mutmaßlich ein Steuerschaden in Höhe von etwa 28 Millionen Euro entstanden. Das teilten das Zollfahndungsamt Essen und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Donnerstag mit - zwei Tage nach einer Razzia, bei der 21 Menschen festgenommen worden waren. Die Beschuldigten kamen in Untersuchungshaft.

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Die Zollfahnder veröffentlichten nun erste Einzelheiten zu den Ermittlungen. Demnach bekamen sie im Mai die ersten Hinweise auf eine illegale Zigarettenfabrik im Kreis Mettmann. Es bestehe der Verdacht, dass seitdem mehr als 130 Millionen unversteuerte Zigaretten hergestellt worden seien.

Am Dienstag durchsuchten Ermittler drei Objekte, darunter auch die Fabrik. Dabei seien unter anderem mehr als elf Tonnen Tabakfeinschnitt und elf Millionen fertig produzierte Zigaretten verschiedener Marken beschlagnahmt worden. Die Halle sei "professionell und aufwändig" für die kriminellen Pläne der Gruppe umgebaut worden, erklärten Zollfahnder und Staatsanwaltschaft.

Sie fanden demnach eine komplette Produktionsstraße und große Mengen Vorprodukte für die Zigarettenherstellung wie tonnenweise Rohtabak, Filter- und Zigarettenpapier sowie gefälschte Umverpackungen. Außerdem wurde die Wohnung von zwei Hauptbeschuldigten im Großraum Wuppertal durchsucht. Dort seien digitale und analoge Beweismittel sowie Bargeld in Höhe von mehr als 50.000 Euro beschlagnahmt worden, am Niederrhein außerdem eine Zugmaschine.

Die beiden Hauptbeschuldigten wurden ebenso festgenommen wie 19 weitere Verdächtige, die in der Fabrikhalle entdeckt und überrascht worden waren. Ungefähr 350 Kräfte von Zollverwaltung, Bundespolizei und Technischem Hilfswerk waren den Angaben zufolge im Einsatz. Die 21 Beschuldigten sind demnach der bandenmäßigen Steuerhinterziehung in großem Ausmaß sowie der gewerbsmäßigen bandenmäßigen Steuerhehlerei verdächtig.

L.Paterson--EWJ

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