English Woman's Journal - Nach Hackerangriff auf Berliner Senatsverwaltung: Bundesregierung schaltet sich ein

Nach Hackerangriff auf Berliner Senatsverwaltung: Bundesregierung schaltet sich ein


Nach Hackerangriff auf Berliner Senatsverwaltung: Bundesregierung schaltet sich ein

Nach der Veröffentlichung der von Hackern gestohlenen Daten der Berliner Senatsverwaltung hat sich auch die Bundesregierung eingeschaltet. Sie verfolge die Informationen und Ermittlungen zu dem Datenabfluss genau, erklärte am Samstag ein Regierungssprecher. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sagte der "Bild"-Zeitung, nach der Veröffentlichung der sensiblen Daten sei jetzt das Ziel, mögliche Betroffene "schnellstmöglich zu erreichen".

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Berlin sei "Opfer einer schweren Straftat geworden", sagte Wegner. Laut Rundfunk Berlin-Brandenburg veröffentlichte die Hackergruppe Rhysida rund 1,4 Millionen Daten in mehreren Paketen. Darunter könnten laut Senatskanzlei auch personenbezogene Daten von Beschäftigten des Landes Berlin, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen sein.

Wegner hatte zunächst erklärt, es gebe keine Hinweise auf den Abfluss sensibler Informationen. Nun sagte er der "Bild", "der Erkenntnisstand heute" sei "ein anderer". Welche Informationen genau abgeflossen sind, konnte Wegner aber noch nicht sagen: "Da sind wir in der Prüfung."

Auch die Bundesregierung "führte eine intensive Prüfung der eigenen Datensysteme durch", wie der Sprecher sagte. Diese seien "nach bisherigem Kenntnisstand" aber nicht betroffen.

Derzeit werten die zuständigen Sicherheitsbehörden von Bund und Land die Informationen zu dem Datenabfluss aus, wie der Regierungssprecher weiter mitteilte. Zwischen den beteiligten Behörden würden die Informationen kontinuierlich abgeglichen, auch über das Nationale Cyberabwehrzentrum. "Nach der Analyse potenzieller Sicherheitsrisiken werden entsprechende Maßnahmen zur Wahrung der Militärischen Sicherheit eingeleitet."

Die Hackergruppe hatte vor der Veröffentlichung der Daten von der Berliner Senatsverwaltung rund zwei Millionen Euro Lösegeld in Bitcoin gefordert - anderenfalls würden 5,7 Terabyte an erbeuteten Daten veröffentlicht. Die Summe sollte bis Freitag gezahlt werden. Wegner sagte der "Bild", eine Zahlung des Lösegelds sei für ihn nie in Frage gekommen: "Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass ich einen Staat nicht erpressen lassen darf."

Niemand könne garantieren, dass die Daten nach einer Zahlung tatsächlich gelöscht worden wären. Wegner sagte: "Wer sagt denn, wenn wir es gezahlt hätten, dass die Daten nicht längst schon woanders sind?"

Der Regierende Bürgermeister hatte in der vergangenen Woche bestätigt, dass die Stadt nach dem Datendiebstahl erpresst werde. Wegen des Hackerangriffs waren die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz am 14. August für rund eine Woche vom Landesnetz isoliert worden. Tagelang konnte wegen der Cyberattacke in Berlin unter anderem kein Wohngeld beantragt oder ausgezahlt werden.

Wegner betonte gegenüber der "Bild", staatliche Netzwerke seien täglich Ziel von Cyberangriffen. "Wir haben tagtäglich Hackerangriffe auf unser Netz, nicht nur in Berlin, in ganz Deutschland." Die allermeisten Attacken würden abgewehrt. "Dieser ist leider durch", sagte Wegner.

A.Wallace--EWJ

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