English Woman's Journal - Malta: Hunderte demonstrieren gegen Freispruch nach Mord an Enthüllungsjournalistin

Malta: Hunderte demonstrieren gegen Freispruch nach Mord an Enthüllungsjournalistin


Malta: Hunderte demonstrieren gegen Freispruch nach Mord an Enthüllungsjournalistin
Malta: Hunderte demonstrieren gegen Freispruch nach Mord an Enthüllungsjournalistin / Foto: Matthew Mirabelli - AFP/Archiv

Hunderte Menschen haben in Malta gegen den Freispruch für den Geschäftsmann Yorgen Fenech nach dem Mord an der Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia demonstriert. Die oppositionelle Nationalist Party, die zu der Demonstration am späten Mittwochabend aufgerufen hatte, forderte eine Sondersitzung des Parlaments zu dem Fall. Stunden zuvor hatte Fenech den Gerichtssaal unter "Mörder"-Rufen von Demonstranten verlassen.

Textgröße ändern:

Fenech war am Mittwoch von einem Gericht vom Vorwurf freigesprochen worden, den Mord an Caruana Galizia in Auftrag gegeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Geschäftsmann vorgeworfen, den Mord an der Journalistin in Auftrag gegeben zu haben, weil sie kurz davor stand, einen kompromittierenden Artikel über seinen Onkel zu veröffentlichen. Fenech wies die Vorwürfe zurück. Er war 2019 an Bord seiner Yacht festgenommen worden, als er versuchte, Malta zu verlassen.

Caruana Galizia war am 16. Oktober 2017 durch eine Autobombe getötet worden. Die 53-Jährige hatte regelmäßig über Korruption, Geldwäsche und andere Missstände in Malta berichtet. Ihre Ermordung löste international Empörung aus.

In dem Mordfall wurden bereits fünf Menschen verurteilt. Drei Männer, die den Mord verübten, befinden sich in Haft. Zwei weitere Männer wurden im Juni 2025 zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt, weil sie den Sprengstoff für den Anschlag beschafft hatten.

Der Mord an der Enthüllungsjournalistin hatte in Malta zu massiven Protesten gegen den damaligen Regierungschef Joseph Muscat geführt. Ihm wurde vorgeworfen, bei den Ermittlungen Freunde und Verbündete schützen zu wollen. Muscat trat im Januar 2020 zurück. Eine 2021 veröffentlichte Untersuchung kam zu dem Schluss, dass die Regierung ein "Klima der Straflosigkeit" für diejenigen geschaffen habe, die Caruana Galizia zum Schweigen bringen wollten.

Ch.Anderson--EWJ

Empfohlen

Mindestens 19 Tote bei Massenpanik bei Hindu-Festival in Indien

Bei einer Massenpanik bei einem Hindu-Festival in Indien sind mindestens 19 Menschen getötet worden, darunter ein siebenjähriges Mädchen. Zudem seien 25 Menschen verletzt worden, teilten die Behörden am Samstagabend mit. Zu der Panik in Kolkata im Osten des Landes sei es offenbar gekommen, als wegen eines plötzlichen Regenschauers die Massen in einen Pavillon drängten.

Papst Leo XIV. nach Lungenkrebs-OP in den Vatikan zurückgekehrt

Vier Tage nach seiner Lungenkrebsoperation hat Papst Leo XIV. am Samstag das Gemelli-Krankenhaus in Rom verlassen und ist in den Vatikan zurückgekehrt. Unter dem Jubel und dem Applaus von zahlreichen Gläubigen stieg das katholische Kirchenoberhaupt vor der Klinik in ein Auto, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Dabei grüßte der 71-Jährige die Menschen und verabschiedete sich vom Krankenhauspersonal.

Gründer der "Kakerlaken"-Bewegung in Indien nach Festnahme wieder frei

Der Gründer der sogenannten "Kakerlaken"-Bewegung (CJP) in Indien, Abhijeet Dipke, ist einen Tag nach seiner Festnahme wieder freigelassen worden. Dipke verließ am Samstagnachmittag eine Polizeiwache in Neu Delhi, winkte Medienvertretern zu und machte das "Victory"-Zeichen, als er in einem Auto weggefahren wurde, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Flávio Bolsonaro hat im Falle eines Wahlsiegs keinen Posten für seinen Vater vorgesehen

Der rechtsgerichtete brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat für den Fall eines Sieges in der Stichwahl in rund einer Woche keinen Regierungsposten für seinen Vater vorgesehen. "Er hat nie angedeutet, dass er mit mir in der Regierung zusammenarbeiten möchte", sagte der 45-Jährige am Freitag (Ortszeit) dem Sender Globo TV mit Blick auf seinen Vater, den rechtsextremen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Daher gebe es keine entsprechenden Pläne.

Textgröße ändern: