English Woman's Journal - Nach Sturzflut im Himalaya geht die Suche nach hunderten Vermissten weiter

Nach Sturzflut im Himalaya geht die Suche nach hunderten Vermissten weiter


Nach Sturzflut im Himalaya geht die Suche nach hunderten Vermissten weiter
Nach Sturzflut im Himalaya geht die Suche nach hunderten Vermissten weiter / Foto: PRAKASH MATHEMA - AFP

Drei Tage nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya ist die Suche nach Verschütteten am Samstag fortgesetzt worden. Die Einsatzkräfte in Nepal und in der autonomen Region Tibet in China suchten weiter nach den insgesamt rund 2400 Vermissten. Nach Behördenangaben wurden bislang insgesamt 586 Todesopfer bestätigt, davon 579 in Nepal. Die Rettungseinsätze werden durch den schlammigen Untergrund und das Risiko weiterer Überflutungen erschwert.

Textgröße ändern:

Viele der Überlebenden haben Angehörige und ihr gesamtes Hab und Gut verloren. "Alle Siedlungen in der Nähe des Flusses wurden weggeschwemmt", schilderte etwa Buddhi Ram Dangol der Nachrichtenagentur AFP. "Es ist nichts mehr übrig."

Am Mittwoch war eine gewaltige Welle aus Wasser, Schlamm und Geröll durch das Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet geströmt und hatte ganze Ortschaften mitgerissen. Nach Angaben des geologischen Dienstes der USA wurde die Katastrophe durch den Abbruch eines Gletschers ausgelöst.

Nach Einschätzung der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften könnten 93.000 Menschen von der Katastrophe betroffen sein. Zu den mehr als 1900 Vermissten in Nepal zählen auch 517 Ausländer, darunter laut der nepalesischen Tourismusbehörde mindestens acht Deutsche. Das Auswärtige Amt in Berlin sprach am Freitag von einer "hohen einstelligen Zahl deutscher Staatsbürger unter den Vermissten".

P.Smid--EWJ

Empfohlen

60-Jähriger stirbt in Hessen nach Schüssen: Drei Verdächtige festgenommen

Ein 60-Jähriger ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Drei Tatverdächtige wurden am Dienstag vorläufig festgenommen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilten. Die Männer stehen im Verdacht, den 60-Jährigen mit einer Schusswaffe getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein.

Oberstes Gericht Brasiliens prüft Verbindungen von Richter zu inhaftiertem Banker

Das Oberste Gericht Brasiliens hat eine Überprüfung der Beziehung eines seiner Richter zu einem inhaftierten Banker eingeleitet. Das Gericht berief am Dienstag eine Sitzung ein, um mögliche Verbindungen zwischen Richter Alexandre de Moraes und dem in Ungnade gefallenen Banker Daniel Vorcaro zu untersuchen. Vorcaro steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale in der Geschichte des südamerikanischen Landes. De Moraes wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Verfahren.

Unbekannte stehlen dutzende Orgelpfeifen aus leerstehender Kirche in Gütersloh

Unbekannte haben aus einer leerstehenden Kirche in Gütersloh dutzende Orgelpfeifen gestohlen. Die Diebe verschafften sich zwischen Sonntagmittag und Montag Zutritt zu den Kirchenräumen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Die weitgehend demontierten Pfeifen waren demnach auf der Orgelempore in Kisten gelagert.

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Textgröße ändern: