English Woman's Journal - Überschwemmungen in Nepal: Mindestens 19 Tote - Hunderte Touristen vermisst

Überschwemmungen in Nepal: Mindestens 19 Tote - Hunderte Touristen vermisst


Überschwemmungen in Nepal: Mindestens 19 Tote - Hunderte Touristen vermisst
Überschwemmungen in Nepal: Mindestens 19 Tote - Hunderte Touristen vermisst / Foto: Prakash MATHEMA - AFP/Archiv

Nach massiven Überschwemmungen in Nepal werden in dem Himalaya-Staat hunderte Touristen vermisst. Nach vorläufigem Stand gebe es von 384 Touristen kein Lebenszeichen, darunter 291 Ausländer, erklärte die nepalesische Tourismusbehörde am Mittwoch. Videoaufnahmen zeigten Wassermassen, die Häuser mit sich rissen, und in Schlamm versunkene Gebäude. Chinesische Staatsmedien berichteten über einen Erdrutsch im Grenzgebiet zu Nepal mit vielen Opfern.

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Unter den vermissten Touristen seien 291 Menschen aus den USA, Indien, Malaysia und Großbritannien, erklärte die Tourismusbehörde mehrere Stunden nach dem Unglück. Die Behörden arbeiteten daran, ihren Aufenthaltsort zu klären.

Nach Angaben von Polizeisprecher Abi Narayan Kafle wurden zunächst 19 Leichen geborgen. Auch zahlreiche Polizisten seien nicht erreichbar. Die Such- und Rettungsarbeiten liefen auf Hochtouren.

"Ich habe gesehen, wie die Fluten acht oder neun Lastwagen mit sich rissen, außerdem Häuser und Menschen", berichtete der Lehrer Suman Chalise aus dem nepalesischen Bezirk Nuwakot. "Es war absolut entsetzlich. So eine Zerstörung habe ich noch nie gesehen."

"Ich habe heute Morgen einen Anruf von meinem Schwager erhalten und sie weinten und sagten, ihr gesamtes Haus sei weggespült worden. Drei Familienmitglieder konnten gerettet werden, aber sein Bruder wird noch vermisst", sagte der 56-jährige Raju Bhadel.

Die nepalesische Armee entsandte Hubschrauber und Rettungstrupps in die Katastrophenregion. Mehrere Fernstraßen waren blockiert. Zudem wurden Wasserkraft- und Solaranlagen beschädigt.

Das chinesische Staatsfernsehen meldete einen Erdrutsch in Tibet im Grenzgebiet zu Nepal am Grenzübergang Gyirong. Zur Zahl der Toten und Verletzten äußerte sich die Regierung in Peking zunächst nicht. Der Staatssender CCTV zeigte Bilder von Wassermassen, die Äste und Trümmerteile mit sich rissen.

Der chinesische Staatschef Xi Jinping ordnete wegen des Ausmaßes der Katastrophe an, alle verfügbaren Kräfte und Mittel sollten für den Rettungseinsatz eingesetzt werden. Die "dringlichste Aufgabe" sei es nun, "alles Erdenklich zu tun, um die Vermissten zu suchen und zu retten, die Verletzten schnell zu behandeln und die Opferzahl so gering wie möglich zu halten".

B.Mclean--EWJ

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