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Medienberichte: Weitere Drohne und Sprengstoff nach Vorfall in Leipzig gefunden


Medienberichte: Weitere Drohne und Sprengstoff nach Vorfall in Leipzig gefunden
Medienberichte: Weitere Drohne und Sprengstoff nach Vorfall in Leipzig gefunden / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Bei dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen Anfang August ist Medienberichten zufolge offenbar eine weitere Drohne eingesetzt worden. Am 14. August sei eine Drohne auf einem Feld im Kabelsketal westlich des Flughafens gefunden worden, berichteten die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR am Dienstag. Polizeikräfte hätten an der Fundstelle außerdem eine Substanz entdeckt, bei der es sich nach ersten Einschätzungen um militärischen Sprengstoff handeln könnte.

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Demnach könnten es rund 50 Gramm des hochexplosiven militärischen Sprengstoffs Hexogen sein. "Die Täter hatten womöglich einen weitaus größeren Anschlag im Sinn als bislang öffentlich bekannt", schrieben NDR und WDR. Die Bundesanwaltschaft, welche die Ermittlungen in dem Fall leitet, äußerte sich demnach auf Anfrage nicht dazu.

Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland.

Wie die Bundesanwaltschaft zwei Tage später mitteilte, gibt es tatsächliche Anhaltspunkte dafür, dass auf dem Flughafengelände "mittels einer Drohne eine Explosion verursacht werden sollte". An der Drohne seien professioneller Sprengstoff und ein Zünder angebracht worden.

Wenig später stieß außerdem eine Frachtmaschine, die wegen des Vorfalls durchstarten musste, in der Luft mit einem Gegenstand zusammen - "mutmaßlich einer weiteren Drohne", wie die Bundesanwaltschaft am 6. August erklärte.

Diese übernahm die Ermittlungen von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, sie sprach von einem "schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland". Die Tat könne die Sicherheit Deutschlands beeinträchtigen. Die polizeilichen Ermittlungen übernahm das Bundeskriminalamt.

Im Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall am Flughafen wurde auch der verlassene Ort Kursdorf in der Nähe durchsucht. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte vor einigen Tagen Durchsuchungen dort, nannte aber keine Einzelheiten. Berichten von "Zeit" und ARD zufolge sollen Zeugen schon Stunden vor dem Fund der Sprengstoffdrohne am Flughafen eine Detonation in Kursdorf gehört haben. Dort sei später ein Stück verbrannte Erde entdeckt worden.

Unklar ist nach wie vor, wer hinter dem mutmaßlichen Anschlagsplan steckte. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte vergangene Woche bei der Eröffnung eines Zentrums zur Drohnensicherheit in Sachsen-Anhalt, dass er Verbindungen zu anderen Anschlagsplanungen für möglich halte. "Leipzig ist kein singulärer Fall, sondern Leipzig ist Teil eines größeren Gebildes", sagte Dobrindt.

Den neuen Medienberichten zufolge sollen Sicherheitskreise davon ausgehen, dass russische Geheimdienste in die Planung involviert waren. Moskau weist eine Beteiligung zurück.

R.Wilson--EWJ

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