English Woman's Journal - Zwei Monate nach Erdbeben in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf über 6500

Zwei Monate nach Erdbeben in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf über 6500


Zwei Monate nach Erdbeben in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf über 6500
Zwei Monate nach Erdbeben in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf über 6500 / Foto: Juan BARRETO - AFP

Zwei Monate nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf über 6500 gestiegen. Es seien inzwischen 6509 Todesopfer gemeldet worden, teilte die venezolanische Übergangsregierung am Montag mit.

Textgröße ändern:

Zwei Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 hatten Venezuela am 24. Juni im Abstand von nur 39 Sekunden erschüttert. 190 Gebäude im Bundesstaat La Guaira wurden zerstört, tausende Menschen wurden obdachlos. Zur genauen Zahl der Vermissten hat die Regierung bisher keine Angaben gemacht. Nach Schätzungen von Experten könnte sie bei bis zu 10.000 liegen.

Derweil verlangten Angehörige von Erdbebenopfern, die zuvor aus den USA in ihre Heimat abgeschoben worden waren, eine Entschuldigung von der Übergangsregierung in Caracas. 146 Migranten, unter ihnen sieben Kinder, mussten nach ihrer Ankunft in Venezuela ihre Handys und andere Habseligkeiten abgehen. Sie waren in einem alten Gebäude in La Guaira untergebracht, als das Doppel-Erdbeben die Küstenregion erschütterte.

"Mein Sohn hatte weder in den USA noch in Venezuela eine Vorstrafe", sagte Oswadelis Nuñez, deren 28-jähriger Sohn bei den Beben ums Leben kam, am Montag bei einer Kundgebung in Caracas. Ihren Angaben zufolge hatten die Behörden den Migranten zum Zeitpunkt des Unglücks verboten, das von Geheimdienstagenten bewachte Gebäude zu verlassen. Es habe auch keinen Evakuierungsplan gegeben. "Wir wollen eine moralische Entschädigung, eine Entschuldigung und eine Erklärung, warum sie das getan haben, warum das unseren Kindern widerfahren ist", sagte Nuñez.

L.Scott--EWJ

Empfohlen

Sabotage an Stromnetz: Bundesanwaltschaft ermittelt gegen 48-Jährigen

Mit Raketen und Sprengvorrichtungen wollte er die Stromversorgung in drei Bundesländern sabotieren, jetzt ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen den Tatverdächtigen Daniel V. Wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernahm die Karlsruher Behörde die Ermittlungen, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. Daniel V. war am Dienstag festgenommen worden. Er wird der verfassungsfeindlichen Sabotage und der Störung öffentlicher Betriebe verdächtigt.

9/11-Gedenken in New York: Petition gegen muslimischen Bürgermeister Mamdani

Vor den New Yorker Gedenkfeiern für die Toten der Terroranschläge vom 11. September vor 25 Jahren regt sich Widerstand gegen die Teilnahme des muslimischen Bürgermeisters Zohran Mamdani. Mehr als 110.000 Menschen unterschrieben dagegen bis Donnerstag eine Online-Petition auf dem Portal change.org. Darin werden die Organisatoren der Gedenkfeier aufgerufen, Mamdani auszuladen.

Frankreich droht TV-Sender wegen russischer Journalistin mit Verfahren

In Frankreich geht der Streit um den Einfluss der russischen Journalistin Xenia Fedorova weiter: Die Regierung drohte dem rechtsgerichteten TV-Sender CNews mit einem strafrechtlichen Verfahren, falls dieser der Kreml-treuen Journalistin erneut Sendezeit per Videokonferenz einräume. Dies würde bedeuten, ihre Ausweisung und ihre Vermögenssperre zu unterlaufen, heißt es in einem Schreiben von Innenminister Laurent Nuñez an die Rundfunk-Aufsichtsbehörde, das die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag einsehen konnte. Die Regierung wirft Fedorova vor, Propaganda für den Kreml zu verbreiten.

Bewerber diskriminiert: Gericht zeigt Grenzen für Entschädigungszahlugen auf

Wird ein Bewerber im Einstellungsverfahren diskriminiert, muss der Arbeitgeber bei einer Absage für den späteren Verdienstausfall aufkommen. Ein solcher Anspruch auf Entschädigung besteht aber nicht unbedingt lebenslang, wie das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt am Donnerstag mitteilte. Obwohl das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz keinen zeitlichen Rahmen vorgibt, kann das Recht auf Entschädigung unter bestimmten Voraussetzungen verfallen. (Az. 8 AZR 153/25)

Textgröße ändern: