English Woman's Journal - "Terror-Unterstützer": USA streichen Syrien von Liste

"Terror-Unterstützer": USA streichen Syrien von Liste


"Terror-Unterstützer": USA streichen Syrien von Liste
"Terror-Unterstützer": USA streichen Syrien von Liste / Foto: SAUL LOEB - AFP

Die USA haben ihre Sanktionen gegen Syrien weiter gelockert. Die US-Regierung strich das Land am Montag nach fast fünf Jahrzehnten von der Liste der "staatlichen Unterstützer des Terrorismus", wie das Außenministerium in Washington mitteilte. Die USA hatten Syrien erstmals Ende 1979 auf ihre Schwarze Liste gesetzt und damit Investitionen in das Land weitgehend unterbunden.

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"Die heutige Maßnahme wird dazu beitragen, zusätzliche Investitionen in Syrien zu fördern, um die politische und wirtschaftliche Stabilität zu unterstützen", erklärte Finanzminister Scott Bessent. US-Präsident Donald Trump hatte die meisten Sanktionen gegen Syrien bereits im Juni 2025 aufgehoben. Washington reagierte damit auf den Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024.

Mit dem neuen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa unterhält Trump trotz Kritik aus Israel enge Beziehungen. Zuletzt hatten sich die beiden Politiker im Juli am Rande des Nato-Gipfels in der türkischen Hauptstadt Ankara getroffen. Danach kündigte Washington die Streichung Syriens von der Liste der Terror-Unterstützer an. Al-Scharaa war früher Kämpfer der islamistischen HTS-Miliz, unter deren Führung al-Assad gestürzt wurde.

Die syrische Übergangsregierung steht vor der großen Herausforderung, das Land nach mehr als einem Jahrzehnt Bürgerkrieg wieder zu vereinen und aufzubauen.

Syriens Außenminister Assad al-Schaibani bezeichnete die Streichung des Landes von der Liste als "Meilenstein" und erklärte bei X, Syrien werde sich weiter bemühen, "die Folgen der Isolation zu überwinden und ein Umfeld zu schaffen, das auf Transparenz, gegenseitigen Interessen und Respekt basiert".

Syriens Finanzminister Mohammed Barnieh sprach laut der staatlichen Nachrichtenagentur Sana von "einen historischen Erfolg für die syrische Diplomatie". Der Schritt öffne "eine wichtige und lang ersehnte Tür zur Stärkung der Integration Syriens in das globale Wirtschafts- und Finanzsystem, zur Gewinnung von Investitionen und modernen Technologien sowie zur Förderung von Entwicklungsmöglichkeiten", betonte er.

Zentralbankchef Safwat Raslan seinerseits sprach von einem "historischen Schritt, der dem Land seinen natürlichen Platz im globalen Wirtschaftssystem zurückgibt". Seine Bank arbeite daran, "ein modernes und zuverlässiges Finanzsystem zu schaffen, das fähig ist, sich weiterzuentwickeln und alle Chancen zu ergreifen", erklärte Raslan.

Der US-Sonderbeauftragte für Syrien, Tom Barrack, bezeichnete die Streichung von der Liste als "entscheidenden Schritt auf Syriens bemerkenswertem Weg von der Isolation zur Partnerschaft und von einer Quelle des Terrorismus hin zu einem engagierten Partner im weltweiten Kampf gegen den Terrorismus".

K.Marshall--EWJ

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