English Woman's Journal - Gericht in Syrien verurteilt früheren Großmufti unter Assad zu lebenslanger Haft

Gericht in Syrien verurteilt früheren Großmufti unter Assad zu lebenslanger Haft


Gericht in Syrien verurteilt früheren Großmufti unter Assad zu lebenslanger Haft
Gericht in Syrien verurteilt früheren Großmufti unter Assad zu lebenslanger Haft / Foto: - - SANA/AFP

Ein Gericht in Syrien hat den ehemaligen Großmufti des Landes in der Zeit des gestürzten Präsidenten Baschar al-Assad zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht in der Hauptstadt Damaskus befand den früheren Großmufti Ahmed Hassun am Montag einer Reihe von Straftaten schuldig, darunter "Anstiftung zum Bürgerkrieg und zu konfessionellen Spannungen". Hassun war 16 Jahre lang Syriens ranghöchster islamischer Geistlicher.

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Der Geistliche wurde von dem Gericht außerdem wegen "Anstiftung zum vorsätzlichen Totschlag", "Hauptbeteiligung am vorsätzlichen Totschlag" und "Anstiftung zu konfessioneller und rassistischer Zwietracht" verurteilt, wofür ihm zusätzliche Haftstrafen zwischen drei und 20 Jahren auferlegt wurden. Das Gericht ordnete außerdem die Beschlagnahmung von Hassuns Vermögen an, das der Staatskasse zufallen soll.

Der frühere Großmufti ist die zehnte ranghohe Persönlichkeit aus der Assad-Ära, die von den Behörden der neuen Machthaber verurteilt wurde. Er war bekannt für seine engen Beziehungen zum ehemaligen Präsidenten und seine häufigen Auftritte an dessen Seite bei religiösen Anlässen. Hassun wurde im März des vergangenen Jahres am Flughafen von Damaskus festgenommen, als er versuchte, das Land zu verlassen.

Die syrische Übergangsregierung hat angekündigt, die Verbrechen der Assad-Führung zu ahnden. Anfang August war der langjährige Machthaber Assad in Abwesenheit wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt worden. Sieben Mitglieder von Assads Militär- und Sicherheitsapparat erhielten ebenfalls die Todesstrafe, einer von ihnen saß tatsächlich auf der Anklagebank.

Während des fast 14 Jahre dauernden Bürgerkriegs in Syrien wurden mehr als eine halbe Million Menschen getötet. Ende 2024 stürzten Kämpfer unter Führung der islamistischen HTS-Miliz den langjährigen Machthaber, der mit einigen engen Vertrauten ins Exil nach Russland floh. Zahlreiche Vertreter der damaligen Führung flohen in die Nachbarländer oder werden in der Küstenregion Syriens vermutet, wo die meisten Angehörigen der alawitischen Minderheit leben, der auch Assad angehört.

B.Jamieson--EWJ

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