English Woman's Journal - Ein Toter und drei Verletzte bei Schwert-Angriff an schwedischer Schule

Ein Toter und drei Verletzte bei Schwert-Angriff an schwedischer Schule


Ein Toter und drei Verletzte bei Schwert-Angriff an schwedischer Schule
Ein Toter und drei Verletzte bei Schwert-Angriff an schwedischer Schule / Foto: Fredrik SANDBERG - TT NEWS AGENCY/AFP

An einer schwedischen Schule ist bei einem Angriff mit einem Schwert ein Mensch getötet worden. Drei Menschen seien bei dem Angriff in der Kleinstadt Fagersta verletzt worden, sagte der örtliche Polizeichef Tommy Alriksson am Freitag. Der Angreifer wurde von der Polizei angeschossen und festgenommen. Das Motiv für den Angriff war zunächst unklar.

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Zwei der Verletzten wurden Alriksson zufolge schwer verletzt. Zuvor hatte die Gesundheitsbehörde mitgeteilt, dass zwei Jungen im Alter von zwölf und 17 Jahren im Krankenhaus behandelt würden.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich der Polizei zufolge um einen 18-Jährigen. Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass es mehrere Täter gebe.

Die schwedische Zeitung "Aftonbladet" berichtete, es handele sich um einen ehemaligen Schüler der Schule. Der Sender SVT meldete, der Angreifer sei wegen Körperverletzung vorbestraft gewesen und habe einen Helm getragen sowie ein Schwert bei sich gehabt. Das erinnert an einen rassistisch motivierten Angriff in einer Schule im Jahr 2015 im westschwedischen Trollhättan, bei dem ein 21-Jähriger mit einem Schwert drei Menschen getötet hatte.

Aufnahmen von SVT zeigten mehrere vor der Schule geparkte Rettungswagen und Polizeiautos. Auch ein Polizeihubschrauber war an der Schule mit rund 450 Schülern in der 12.000-Einwohner-Stadt im Einsatz.

Die 16-jährige Nellie Strandberg war nach eigenen Angaben auf dem Weg zur Schulbibliothek, als der Angreifer die Schule betrat. "Wir wollten gerade ein paar Sachen holen und uns auf den Montag vorbereiten. Da habe ich einen Mann gesehen, dessen Rücken völlig blutüberströmt war." Sie habe gefrage, was passiert sei. "Meine Lehrer haben nicht geantwortet, sie wollten nichts sagen. Dann sagte mein Freund, dass jemand ein großes Messer bei sich habe."

Im Mai waren Behördenangaben zufolge die Schüler der Schule nach Hause geschickt worden, nachdem zuvor eine Drohung eingegangen war.

Ein Tiktok-Konto, das Berichten zufolge dem Angreifer gehörte, wurde laut Medienangaben von der Polizei untersucht. Das Konto wurde gelöscht. AFP konnte es vor der Löschung einsehen. Es enthielt mehrere Videos, die sich auf Angriffe auf Schulen bezogen. Der letzte Beitrag zeigte das Foto eines Schwertes.

Regierungschef Ulf Kristersson teilte AFP in einer Erklärung mit, dass sich direkt nach den Sommerferien "an einer Schule in Fagersta ein schwerwiegender Vorfall ereignet" habe. "Wir wissen noch nicht, was hinter dem Angriff steckt, aber wir wissen, dass die Polizei mit Hochdruck daran arbeitet", betonte Kristersson.

Die Vorsitzende der oppositionellen Sozialdemokraten, Magdalena Andersson, bedauerte im Onlinedienst X die "schrecklichen Nachrichten" aus Fagersta. "Wenn es an einer Schule zu Gewalttaten kommt, weiß ich, dass das jeden in unserem Land trifft. Ganz Schweden steht Fagersta in dieser schweren Zeit zur Seite", fügte sie hinzu.

In Schweden hatte es in den vergangenen Jahren mehrere Angriffe auf Schulen gegeben. Im Februar 2025 war ein 35-jähriger ehemaliger Schüler in ein Bildungszentrum für Erwachsene in der Stadt Örebro eingedrungen und hatte zehn Menschen und sich selbst erschossen. Es war der schlimmste Schusswaffenangriff in der Geschichte Schwedens. Die Polizei teilte mit, der Täter habe aufgrund finanzieller und psychischer Probleme seinem Leben ein Ende setzen wollen. 2022 hatte ein 18-jähriger Schüler an einer Schule in Malmö zwei Lehrerinnen erstochen.

N.Macleod--EWJ

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