English Woman's Journal - Antisemitischer Anschlag mit sieben Toten in München von 1970 aufgeklärt

Antisemitischer Anschlag mit sieben Toten in München von 1970 aufgeklärt


Antisemitischer Anschlag mit sieben Toten in München von 1970 aufgeklärt
Antisemitischer Anschlag mit sieben Toten in München von 1970 aufgeklärt / Foto: Tobias Schwarz - AFP/Archiv

56 Jahre nach einem Brandanschlag auf ein jüdisches Altersheim in München mit sieben Toten im Jahr 1970 ist der mutmaßliche Täter identifiziert. Es handelt sich um einen bereits 2020 gestorbenen Mann aus dem rechten Milieu, wie die Generalstaatsanwaltschaft in der bayerischen Landeshauptstadt am Donnerstag mitteilte. Neue Ermittlungsergebnisse sprächen "deutlich für eine Täterschaft" - auch wenn der Fall wegen seines Tods nicht abschließend geklärt werden könne.

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Bei dem Anschlag am 13. Februar 1970 waren sieben Menschen getötet worden, die den Holocaust überlebt hatten. Es war einer der schlimmsten antisemitischen Anschläge der Bundesrepublik. Der Täter konnte viele Jahre lang nicht ermittelt werden, 2017 stellte der Generalbundesanwalt das Verfahren ein. Kürzlich gab es aber einen neuen Hinweis aus der Bevölkerung, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Im April 2025 habe sie die Ermittlungen wieder aufgenommen.

Der mutmaßliche Täter war zum Tatzeitpunkt 25 Jahre alt. Zeugen hätten ihn als Antisemiten mit "Hitler-Tick" beschrieben. Die Generalstaatsanwaltschaft wies darauf hin, dass auch postmortal die Unschuldsvermutung gilt. Es sei nicht möglich, gegen einen Toten Anklage zu erheben. Auch sei nicht ganz sicher, ob der Verdächtige mutmaßlich allein oder als Teil einer Gruppe gehandelt habe.

O.Wood--EWJ

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