English Woman's Journal - Dutzende Todesopfer bei schwerem Erdbeben in Indonesien - Suche nach Verschütteten

Dutzende Todesopfer bei schwerem Erdbeben in Indonesien - Suche nach Verschütteten


Dutzende Todesopfer bei schwerem Erdbeben in Indonesien - Suche nach Verschütteten
Dutzende Todesopfer bei schwerem Erdbeben in Indonesien - Suche nach Verschütteten / Foto: ARNOLD WELIANTO - AFP

Bei einem schweren Erdbeben in Indonesien sind dutzende Menschen ums Leben gekommen. Bis Samstagabend wurden mindestens 47 Todesopfer geborgen, dutzende weitere Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte verletzt. Zahlreiche weitere Menschen wurden demnach verschüttet. Der Erdstoß der Stärke 7,7 ereignete sich am frühen Samstagmorgen vor der Insel Flores im Osten Indonesiens. Stunden später erschütterte ein Beben der Stärke 6,9 die tausende Kilometer entfernte indonesische Insel Sumatra.

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Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden auf Flores fast 160 Wohnhäuser sowie dutzende Schulen und andere Gebäude beschädigt. Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Verschütteten, wie Katastrophenschutzchef Suharyanto berichtete. Erdrutsche behinderten die Rettungs- und Sucharbeiten, mehrere Straßen waren blockiert. Zahlreiche Bewohner waren ohne Strom und Telefon.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und Roten Halbmond (IKRK) kündigte einen Hilfseinsatz für hunderte Bewohner der Insel an, die in Notunterkünften untergebracht wurden. Die indonesische Regierung entsandte 275 Tonnen an Hilfsgütern. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bot an, die Such- und Rettungseinsätze mit Hilfe des Copernicus-Satellitenprogramms zu unterstützen.

Sie habe noch nie ein derart starkes Beben erlebt, sagte Yulian Yuita Ekalia, die in Ruteng mehr als 100 Kilometer vom Epizentrum entfernt lebt. "Es hat sich angefühlt wie auf einem Trampolin, es war sehr beängstigend", schilderte die Universitätsdozentin. "Alles im Haus ist heruntergefallen: der Fernseher, die Pokale meines Sohnes, die Geschirrregale, die Koffer auf den Schränken."

Eine nach dem Beben ausgegebene Tsunami-Warnung wurde später zurückgenommen. Die Behörden riefen die Bewohner der Insel aus Furcht vor Nachbeben jedoch auf, vorerst nicht in beschädigte Gebäude zurückzukehren. Hunderte Menschen harrten im Freien aus, während dutzende Nachbeben die Insel erschütterten.

Am Samstagabend erschütterte ein Beben der Stärke 6,9 die mehrere tausend Kilometer westlich von Flores gelegene Insel Sumatra. Schäden oder Verletzte wurden von dort zunächst nicht gemeldet. Auch eine Tsunami-Warnung gab es nicht.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Erdplatten zusammenstoßen. Es kommt daher häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. 1992 waren bei einem Beben der Stärke 7,7 auf Flores rund 2500 Menschen ums Leben gekommen. Im Dezember 2006 ereignete sich vor der Küste Sumatras ein schweres Beben der Stärke 9,1. Der dadurch ausgelöste Tsunami kostete in Südostasien etwa 220.000 Menschen das Leben, allein in Indonesien starben 170.000 Menschen.

K.R.Jones--EWJ

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