English Woman's Journal - Russe wegen Hitlergruß vor Synagoge in Frankreich zu acht Monaten Haft verurteilt

Russe wegen Hitlergruß vor Synagoge in Frankreich zu acht Monaten Haft verurteilt


Russe wegen Hitlergruß vor Synagoge in Frankreich zu acht Monaten Haft verurteilt
Russe wegen Hitlergruß vor Synagoge in Frankreich zu acht Monaten Haft verurteilt / Foto: Geoffroy VAN DER HASSELT - AFP

Weil er in der Nähe einer Synagoge in Frankreich den Hitlergruß gezeigt hat, ist ein Russe zu acht Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der 19-Jährige sei zudem mit einem dauerhaften Einreiseverbot nach Frankreich belegt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Der junge Mann war drei Tage zuvor in Sarcelles nördlich von Paris festgenommen worden, wo er zusammen mit zwei weiteren Menschen gesichtet worden war.

Textgröße ändern:

In Sarcelles lebt eine große jüdische Gemeinschaft. Anwohner hatten beobachtet, wie die Menschen sich fotografierten, während sie vor dem Gotteshaus den Hitlergruß zeigten.

Ein französischer Staatsbürger ukrainischer Herkunft, der gemeinsam mit dem Russen vor Gericht stand, wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht befand die beiden unter anderem der Verherrlichung des Terrorismus für schuldig, wie die Staatsanwaltschaft von Pontoise der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

Der Vorsitzender der jüdischen Gemeinde von Sarcelles, Moise Kahloun, äußerte sich zufrieden über das Gerichtsurteil. Er bezeichnete es als "den einzigen Weg für uns, diese Welle des Antisemitismus zu überwinden".

In Frankreich lebt mit rund einer halben Million Menschen die größte jüdische Bevölkerung Westeuropas. Nach Angaben der jüdischen Gemeinde in Frankreich ist die Zahl antisemitischer Vorfälle nach dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 stark angestiegen.

N.Steward--EWJ

Empfohlen

Raserunfall mit drei Toten in Hessen: Sieben Jahre Haft für 32-Jährigen

Das Landgericht im hessischen Darmstadt hat im Fall eines Raserunfalls mit drei Toten einen 32-Jährigen zu sieben Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der Mann wegen eines verbotenenen Rennens mit Todesfolge, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte.

Giffey: Berliner SPD steht trotz Ermittlungen hinter Spitzenkandidat Krach

Die Berliner SPD steht nach den Worten der früheren Landesvorsitzenden und jetzigen Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey trotz des Ermittlungsverfahrens zu ihrem Spitzenkandidaten Steffen Krach. Giffey sagte am Donnerstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg, Krach habe parteiintern transparent über die Vorwürfe gegen ihn berichtet. Es gebe keinen Grund, an seinen Worten zu zweifeln. "Es gilt die Unschuldsvermutung - Steffen Krach hat gestern alles dargelegt."

Mieterbund klagt erfolgreich gegen Stromklausel in Mietverträgen von Vonovia-Töchtern

Wer eine Wohnung mietet, muss frei entscheiden können, von wem er seinen Strom bezieht. Das entschied nach Angaben des Deutschen Mieterbunds vom Donnerstag das Oberlandesgericht (OLG) Hamm. Es gab mit einem Urteil vom Mittwoch der Unterlassungsklage des Mieterbunds gegen zwei Tochtergesellschaften des Immobilienkonzerns Vonovia statt - sie dürfen demnach nicht einen Mietvertrag zum "Vehikel" machen, um Mieterinnen und Mieter an einen bestimmten Stromanbieter zu binden. (Az. I-30 UKl 1/25)

Schleswig-Holstein: Eine Tote bei Gewalttat in Ratzeburger Supermarkt

Bei einer Gewalttat in einem Supermarkt in Ratzeburg in Schleswig-Holstein ist am Mittwoch eine Frau getötet worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Lübeck am Abend mitteilten, wurde der Tatverdächtige, ein 44-jähriger Mann, schwer verletzt. Es seien Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes eingeleitet worden.

Textgröße ändern: