English Woman's Journal - Wegen Patientenmorden verurteilter Krankenpfleger: Rund 120 weitere Verdachtsfälle

Wegen Patientenmorden verurteilter Krankenpfleger: Rund 120 weitere Verdachtsfälle


Wegen Patientenmorden verurteilter Krankenpfleger: Rund 120 weitere Verdachtsfälle
Wegen Patientenmorden verurteilter Krankenpfleger: Rund 120 weitere Verdachtsfälle / Foto: ERNESTO BENAVIDES - AFP/Archiv

Im Fall eines wegen mehrfachen Patientenmordes verurteilten Krankenpflegers in Nordrhein-Westfalen weiten sich die Ermittlungen deutlich aus. Gegen den ehemaligen Krankenpfleger werde in 121 weiteren Verdachtsfällen ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Aachen am Montag. Bislang wurden schon 39 Leichen exhumiert. Die Ermittlungen reichen demnach bis September 2022 zurück. Der Mann war im November vom Landgericht Aachen wegen mehrfachen Mordes an Patienten verurteilt worden.

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Es könnte nicht der letzte Prozess gegen den Pfleger gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft bereitet eine weitere Anklage vor. Diese könnte der Sprecherin zufolge voraussichtlich im kommenden Jahr erhoben werden.

Der damals 44-jährige ehemalige Krankenpfleger war im November wegen zehnfachen Mordes sowie versuchten Mordes in 27 Fällen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht stellte auch die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung in aller Regel ausschließt. Die abgeurteilten Taten hatte der Angeklagte laut Gericht zwischen Dezember 2023 und Mai 2024 in einem Krankenhaus in Würselen bei Aachen begangen.

Der Pfleger habe den oftmals hochbetagten und pflegeaufwändigen Patienten Medikamente gespritzt, vor allem das Beruhigungsmittel Midazolam. Das Gericht sah als Motiv an, dass der Mann sich durch den Zustand der Patienten in seinem eigenen Wohlbefinden und Ordnungssinn gestört fühlte. Er habe ihren Tod durch die Medikamentengabe billigend in Kauf genommen.

B.Mclean--EWJ

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