English Woman's Journal - Sri Lanka setzt nach Unruhen in Gefängnis Soldaten ein

Sri Lanka setzt nach Unruhen in Gefängnis Soldaten ein


Sri Lanka setzt nach Unruhen in Gefängnis Soldaten ein
Sri Lanka setzt nach Unruhen in Gefängnis Soldaten ein / Foto: Ishara S. KODIKARA - AFP

Nach einem gescheiterten Gefängnisausbruch hat Sri Lanka schwer bewaffnete Soldaten in seinem wichtigsten Hochsicherheitsgefängnis stationiert. Hunderte Soldaten und Polizeikommandos bewachten am Freitag das Gelände des Welikada-Gefängnisses nach Unruhen, die am Vorabend begonnen hatten. Neun Insassen wurden offiziellen Angaben zufolge dabei verletzt.

Textgröße ändern:

Dutzende Verurteilte waren gegen Mitternacht aus ihren Zellen ausgebrochen und auf das Dach des Gebäudes geklettert. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit Wachen. Ein Gefängnisbeamter sagte, die Lage sei unter Kontrolle gebracht worden.

Aus einem anderen Gefängnis in Kuruwita etwa 80 Kilometer südöstlich von Colombo wurden ähnliche Unruhen gemeldet. Dort wurden offiziellen Angaben zufolge vier Insassen verletzt.

Seit Juli sind bei zwei Gefängnisaufständen in Sri Lanka zehn Wärter und 23 Insassen getötet worden. Behördenvertreter führen die zunehmenden Unruhen auf Überbelegung zurück. Die Gefängnisse in dem südasiatischen Land sind etwa viermal so stark belegt wie vorgesehen.

L.Scott--EWJ

Empfohlen

Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten

US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Italienische Regierung schickt nach Ausschreitungen 500 Soldaten nach Mailand

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Mailand schickt Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni 500 Soldaten in die Großstadt. Die Soldaten sollten bis Jahresende in Mailand bleiben und die Polizei unterstützen, erklärte Meloni am Dienstag nach einer Kabinettsitzung. "Es gibt das Recht zu demonstrieren, aber nicht, unsere Städte zu plündern", sagte die rechtsgerichtete Regierungschefin in einem Online-Video.

Tod von 53 Migranten in Texas: Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt

Gut vier Jahre nach dem Tod von 53 Migranten in einem überhitzten Lastwagen im US-Bundesstaat Texas ist einer der Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der 39-Jährige aus Guatemala sei mitverantwortlich für den Tod der Menschen gewesen, die von Mexiko aus in die USA gelangen wollten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag zu dem Urteil des Bundesgerichts in San Antonio.

Kreise: Erstes Abschiebezentrum von EU-Ländern in Drittstaat soll in Ruanda entstehen

Das erste Abschiebezentrum von EU-Ländern in einem Drittstaat wird voraussichtlich in Ruanda entstehen. Eine Vereinbarung zwischen dem afrikanischen Land und den fünf EU-Mitgliedstaaten, die die Einrichtung solcher Zentren vorantreiben, könnte bereits im nächsten Monat unterzeichnet werden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen erfuhr. Ruanda wird seit langem als mögliches Aufnahmeland genannt und ist den Angaben zufolge inzwischen der klare Favorit.

Textgröße ändern: