English Woman's Journal - Verbände fordern Regierung zu Einberufung von Hitzegipfel auf

Verbände fordern Regierung zu Einberufung von Hitzegipfel auf


Verbände fordern Regierung zu Einberufung von Hitzegipfel auf
Verbände fordern Regierung zu Einberufung von Hitzegipfel auf / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Mehrere Verbände haben angesichts immer häufigerer Extremwetterlagen die Bundesregierung aufgefordert, einen Hitzegipfel einzuberufen. In einer am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung warfen sie der Regierung Untätigkeit vor. Weiter verlangten die Verbände einen bundesweiten Hitzeaktionsplan sowie größere Anstrengungen bei Klimaschutz, Anpassung an Klimafolgen sowie Energiewende einschließlich der Abkehr von fossilen Brennstoffen.

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"Die Folgen der Klimakrise werden immer deutlicher spürbar und schaden Mensch, Natur und Wirtschaft", heißt es in dem Aufruf von Umwelt- und Sozialverbänden, kirchlichen Organisationen und Gewerkschaften. "Die menschengemachte Klimakrise verschärft Hitzewellen, Ernteausfälle und Wasserknappheit." Besonders stark von den Folgen betroffen seien vulnerable Gruppen wie Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.

"Wir fordern Bundeskanzler Merz und sein Kabinett dazu auf, einen Hitzegipfel einzuberufen", heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Bund, Länder und Kommunen müssten ihre Aktivitäten strategisch aufeinander abstimmen. Dafür solle der Hitzeschutz als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz verankert werden. Aber auch "Zivilgesellschaft und Forschung müssen gehört und ihre Erkenntnisse beim politischen Handeln umfänglich berücksichtigt werden".

Für diese Forderungen demonstrierten Aktivistinnen und Aktivisten der beteiligten Organisationen am Donnerstag vor dem Kanzleramt. "Wir erwarten nun ein tatkräftiges Programm, mit dem die Bundesregierung den Bürger*innen, Kommunen, Unternehmen, sozialen Einrichtungen, Rettungsdiensten und Arbeitnehmer*innen zeigt: Wir übernehmen Verantwortung und setzen alle Hebel in Bewegung, um die Klimakrise zu bremsen und Mensch, Natur und Wirtschaft vor den dramatischen Folgen zu schützen", hieß es.

Konkret bedeute die, eine möglichst rasche Absenkung der Treibhausgas-Emissionen. Aber auch natürliche Ökosysteme seien "ein unverzichtbarer Teil der Lösung, um Hitzeschutz, Wasserrückhalt und Klimaresilienz zu verbessern.

Deutschland ist derzeit an mehreren Stellen mit den Folgen von Extremwetterlagen konfrontiert, deren Wahrscheinlichkeit durch den Klimawandel weiter ansteigt. Nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) starben allein in diesem Sommer bisher fast 12.000 Menschen in Deutschland an den Folgen von Hitze, davon allein 9600 in der Hitzewoche ab dem 22. Juni. Wegen ausbleibender Niederschläge sinkt zudem der Wasserstand in den Flüssen, was derzeit massive Einschränkungen für die Flussschifffahrt bedeutet.

Zu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern der Erklärung gehören unter anderem Greenpeace, WWF, Germanwatch, BUND und Nabu, Fridays for Future, die Sozialverbände ASB, Awo, Paritätischer Gesamtverband, der Deutsche Mieterbund, das Deutsche Kinderhilfswerk und die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt.

T.Wright--EWJ

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