English Woman's Journal - Waldbrände: Rund 65.000 US-Bürger müssen Häuser verlassen

Waldbrände: Rund 65.000 US-Bürger müssen Häuser verlassen


Waldbrände: Rund 65.000 US-Bürger müssen Häuser verlassen

Schwere Waldbrände haben im Nordwesten der USA hunderte Häuser vernichtet und zehntausende Bewohner zur Flucht gezwungen. Die Behörden riefen nach Angaben vom Montag rund 65.000 Bewohner der Stadt Spokane im Bundesstaat Washington auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Textgröße ändern:

Nach dem Ausbruch von drei großen Bränden standen von vielen Häusern in Spokane nur noch die Schornsteine und Grundmauern. Luftaufnahmen zeigten zwischen 700 bis 1100 betroffene Gebäude.

"Das ist eines der traurigsten Dinge, die ich in meinem ganzen Leben gesehen habe", sagte Anwohner Geoff Beadles, nachdem er mit seiner Verlobten und zwei Hunden aus dem Katastrophengebiet geflohen war.

Hunderte Wohnhäuser und andere Gebäude fielen den Flammen zum Opfer, wie Bürgermeisterin Lisa Brown sagte. Den Betroffenen sagte sie Hilfe zu: "In unserem Herzen sind wir bei euch. Wir sind für euch da, auch auf lange Sicht", versicherte sie.

Nach Angaben der Feuerwehr war am Montag noch ein Brandherd außer Kontrolle. Für Dienstag war eine Abkühlung vorausgesagt, im Laufe der Woche soll die Hitze jedoch wieder zunehmen. Die Behörden warnten vor "sehr ungesunder" Luftqualität in dem Gebiet durch den über der Stadt hängenden Rauch.

Meldungen über Tote oder Verletzte lagen nicht vor. Bis zu 14 Bewohnerinnen und Bewohner seien allerdings noch nicht lokalisiert worden, erklärte Polizeichefs John Nowels.

Der Gouverneur des Bundesstaates Washington, Bob Ferguson, rief den Ausnahmezustand aus. Es handle sich vermutlich um "die schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte von Spokane", sagte er. Ferguson äußerte sich optimistisch, dass die US-Regierung Hilfe schicken werde. Präsident Donald Trump verstehe, "wie schlimm die Lage ist".

Im gesamten Bundesstaat Washington wüteten nach Angaben der örtlichen Behörden 16 große Feuer. "Es ist eine außergewöhnliche Waldbrandsaison in der Nordwest-Pazifikregion", sagte Forstbehördenchef David Upthegrove.

St.Reid--EWJ

Empfohlen

Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten

US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Italienische Regierung schickt nach Ausschreitungen 500 Soldaten nach Mailand

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Mailand schickt Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni 500 Soldaten in die Großstadt. Die Soldaten sollten bis Jahresende in Mailand bleiben und die Polizei unterstützen, erklärte Meloni am Dienstag nach einer Kabinettsitzung. "Es gibt das Recht zu demonstrieren, aber nicht, unsere Städte zu plündern", sagte die rechtsgerichtete Regierungschefin in einem Online-Video.

Tod von 53 Migranten in Texas: Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt

Gut vier Jahre nach dem Tod von 53 Migranten in einem überhitzten Lastwagen im US-Bundesstaat Texas ist einer der Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der 39-Jährige aus Guatemala sei mitverantwortlich für den Tod der Menschen gewesen, die von Mexiko aus in die USA gelangen wollten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag zu dem Urteil des Bundesgerichts in San Antonio.

Kreise: Erstes Abschiebezentrum von EU-Ländern in Drittstaat soll in Ruanda entstehen

Das erste Abschiebezentrum von EU-Ländern in einem Drittstaat wird voraussichtlich in Ruanda entstehen. Eine Vereinbarung zwischen dem afrikanischen Land und den fünf EU-Mitgliedstaaten, die die Einrichtung solcher Zentren vorantreiben, könnte bereits im nächsten Monat unterzeichnet werden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen erfuhr. Ruanda wird seit langem als mögliches Aufnahmeland genannt und ist den Angaben zufolge inzwischen der klare Favorit.

Textgröße ändern: