English Woman's Journal - 17 verletzte Polizisten nach Chemieunfall in Mannheim

17 verletzte Polizisten nach Chemieunfall in Mannheim


17 verletzte Polizisten nach Chemieunfall in Mannheim
17 verletzte Polizisten nach Chemieunfall in Mannheim / Foto: David GANNON - AFP/Archiv

Nach einem Chemieunfall in Mannheim sind 17 Polizisten und ein Kranführer als verletzt gemeldet worden. Sie klagten unter anderem über Reizhusten und Atemwegsreizungen, wie die Behörden am Mittwoch mitteilen. Der Einsatz auf dem Werksgelände im Mühlauhafen lief am Nachmittag noch, der betroffene Container wurde mit Wasser gekühlt. Dadurch sollen austretende Dämpfe reduziert werden.

Textgröße ändern:

"Wir kontrollieren engmaschig den Container", sagte der Mannheimer Feuerwehrchef Thomas Näther. Erst wenn der Zustand stabil sei, könnten sich die Kräfte mit dem eigentlichen Inhalt beschäftigen. Am Dienstagnachmittag war es zu einer chemischen Reaktion in einem Container in dem Hafen gekommen. Dort waren rund 200 Fässer mit 22 Tonnen Hydrosulfit gelagert, einem Hilfsmittel in der Textilindustrie, das unter anderem zum Bleichen verwendet wird.

Das Mittel sei "als Gefahrgut klassifiziert", weil es sich selbst entzünden könne, sagte die Leiterin der Abteilung Sicherheit und Umwelt beim Chemiekonzern BASF, Linda von dem Bussche. Genau dies sei wohl hier passiert. Die Ursache dafür sei aber noch unklar.

Die kristalline Substanz wird von dem Bussche zufolge weltweit hergestellt, auch von der BASF. Bei der Selbstzersetzung entstünden Schwefeldioxid und Schwefel sowie infolgedessen Rauch und Dampf. Die Konzentration, um die es hier gehe, sei jedoch "keine Gefahr für die Bevölkerung", sagte von dem Bussche.

Die Rauchwolke war zeitweise rund 150 Meter hoch. Die Feuerwehr kühlte den Container die ganze Nacht lang, setzte zudem ein Feuerlöschboot ein. Zu Spitzenzeiten waren demnach 150 Kräfte der Feuerwehr und hundert der Polizei im Einsatz.

Bei Luftmessungen an verschiedenen Orten in der Stadt wurden in der Nacht keine erhöhten Werte gefunden. Es könne jedoch weiterhin zu Geruchsbelästigungen in der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Jungbusch und Neckarstadt West kommen.

Anwohner der betroffenen Stadtteile wurden deshalb auch am Mittwoch gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. 35 Anwohner mussten zudem ihre Häuser verlassen. Die Sperrungen der angrenzenden Straßen wurden fast alle wieder aufgehoben.

B.Jamieson--EWJ

Empfohlen

Geplanter Überfall in Bochum: Gericht verkündet Urteil gegen "Ausbrecherkönig"

In Brüssel wird am Freitag das Urteil gegen den in Frankreich als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara erwartet (ab 09.00 Uhr). Ferrara wird in diesem Fall konkret vorgeworfen, zusammen mit mehreren Komplizen einen Raubüberfall auf ein Werttransportunternehmen in Bochum geplant zu haben. Die belgische Staatsanwaltschaft fordert 18 Jahre Haft. Der 53-Jährige ist zusammen mit neun weiteren Verdächtigen angeklagt.

Staatsmedien: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet

Bei einem schweren Erdbeben in der autonomen Region Tibet in China sind nach Angaben chinesischer Staatsmedien mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Sender CCTV vom Freitag wurden weitere 46 Menschen bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt, mehr als 300 Häuser stürzten ein oder wurden beschädigt. Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, die Rettungsarbeiten dauerten an, das Ausmaß der Schäden werde weiter ausgewertet.

Xinhua: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet

Bei dem schweren Erdbeben in der autonomen Region Tibet in China sind nach jüngsten offiziellen Angaben mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf örtliche Behörden berichtete, wurden weitere 32 Menschen bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt, mehr als 300 Häuser stürzten ein. Die Rettungsarbeiten dauerten demnach an, das Ausmaß der Schäden werde weiter ausgewertet.

"Rückkehr zur Ruhe": Demonstrationsverbote und weitere Einschränkungen in Frankreich

Mit Demonstrationsverboten und der Einschränkung geplanter Proteste am Samstag will Frankreich Ausschreitungen wie am vergangenen Wochenende verhindern. Oberstes Ziel sei eine "Rückkehr zur Ruhe", sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag. Er kündigte neue Ausgangssperren an; zudem dürften nur von Gewerkschaften organisierte Kundgebungen stattfinden, sagte er. Die Gelbwesten-Bewegung, die zu den Organisatoren der Proteste zählt, kündigte ihren Widerstand an. In Paris bleiben der Louvre und andere Museen am Samstag geschlossen.

Textgröße ändern: