English Woman's Journal - Landgericht Kleve: Falscher Notfallsanitäter zu zehn Jahren Haft verurteilt

Landgericht Kleve: Falscher Notfallsanitäter zu zehn Jahren Haft verurteilt


Landgericht Kleve: Falscher Notfallsanitäter zu zehn Jahren Haft verurteilt
Landgericht Kleve: Falscher Notfallsanitäter zu zehn Jahren Haft verurteilt / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Das Landgericht Kleve in Nordrhein-Westfalen hat einen falschen Notfallsanitäter zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt. Das Gericht sprach den 30-Jährigen wegen Totschlags, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Urkundenfälschung in zwei Fällen schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstagabend mitteilte. Anhand falscher Papiere war der Mann laut Anklage als Notfallsanitäter eingestellt worden. Er war zweimal im Einsatz. In einem Fall starb ein Patient.

Textgröße ändern:

Im August 2025 war der Angeklagte demnach in Kamp-Lintfort bei einem mit verschiedenen Herz- und Lungenerkrankungen vorbelasteten Patienten im Einsatz. Der Angeklagte habe die Hinzuziehung eines Notarztes verhindert und dem Patienten nicht angemessene Medikamente in unbekannter Dosis gegeben.

Der Patient sei auf Drängen eines anderen Notfallsanitäters schließlich in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er starb. Der Angeklagte nahm laut Anklage den Tod des Patienten billigend in Kauf.

In einem weiteren Fall soll er zuvor im Februar 2025 in Wermelskirchen einem Patienten, der an einem Lungenödem gelitten haben soll, eine Infusion gelegt haben, die in solch einem Fall aber zu Kreislaufversagen und Ersticken führen kann. Eine weitere Notfallsanitäterin bemerkte dies rechtzeitig und stoppte die Infusion.

K.R.Jones--EWJ

Empfohlen

13-Jährige geschwängert: Sechseinhalb Jahre Haft in Kölner Missbrauchsprozess

In einem Prozess um sexuellen Missbrauch einer 13-Jährigen ist ein Mann vom Landgericht Köln zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte wurde am Mittwoch des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern schuldig gesprochen, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Laut Anklage soll der 31-Jährige mit dem Mädchen eine Art partnerschaftliche Beziehung geführt haben.

Arbeiter in Bayern von herabfallenden Brettern erschlagen

In Bayern ist ein Arbeiter von herabfallenden Brettern getroffen und tödlich verletzt worden. Der 63-Jährige war am Dienstag mit Reinigungsarbeiten in einem etwa 40 Metern hohen Treppenhausschacht auf einer Großbaustelle in Pfaffenhofen an der Ilm beschäftigt, wie die Polizei am Mittwoch in Ingolstadt mitteilte.

Trump: In Russland inhaftierter US-Bürger Hubbard ohne Gegenleistung freigelassen

Der aus einem russischen Gefängnis freigelassene US-Bürger Stephen Hubbard ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ohne Gegenleistung freigekommen und befindet sich auf dem Weg in die USA. "Stephan ist unterwegs nach Hause und wird bald bei seiner Familie sein", schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Der russische Staatschef Wladimir Putin hatte die Freilassung am Morgen in St. Petersburg verkündet.

Niedersachsens AfD-Chef Schledde in Zusammenhang mit Parteispenden angeklagt

Der niedersächsische AfD-Chef Ansgar Schledde soll gegen das Parteiengesetz verstoßen haben. Die Staatsanwaltschaft Hannover erhob deshalb nach Angaben vom Mittwoch Anklage gegen den 49-Jährigen. Sie wirft ihm vor, als Spenden einzustufende Zahlungen in Höhe von knapp 45.000 Euro nicht sofort weitergeleitet zu haben. Zudem habe er im Rechenschaftsbericht der Bundes-AfD falsche Angaben zur Höhe der Spenden an den Landesverband erwirkt.

Textgröße ändern: