English Woman's Journal - Cyberangriff auf Tiefkühlunternehmen in Japan betrifft nun auch Eishersteller

Cyberangriff auf Tiefkühlunternehmen in Japan betrifft nun auch Eishersteller


Cyberangriff auf Tiefkühlunternehmen in Japan betrifft nun auch Eishersteller
Cyberangriff auf Tiefkühlunternehmen in Japan betrifft nun auch Eishersteller / Foto: Philip FONG - AFP

In Japan wirkt sich der mutmaßliche Cyberangriff auf einen wichtigen Tiefkühlkostproduzenten nun auch auf einen großen Speiseeishersteller aus - ausgerechnet inmitten einer Hitzewelle. Das Unternehmen Ezaki Glico teilte am Donnerstag mit, dass ein Teil seiner Eissorten von Kühlhäusern des Unternehmens Nichirei abhängig sei. Dieses hatte am Mittwoch erklärt, "Ziel eines Cyberangriffs" geworden zu sein, was sich auch auf die Belieferung von Kunden auswirke.

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Nichirei ist Japans führender Anbieter von Tiefkühlprodukten, betreibt aber auch Kühlhäuser. Japanische Medienberichten zufolge könnten bis zu 20 Prozent der Speiseeisprodukte von Glico betroffen sein. Ein Sprecher erklärte, das Unternehmen greife auf alternative Lösungen zurück, um die betroffenen Geschäftsbereiche im Westen des Landes zu versorgen. Die Eisnachfrage in Japan war zuletzt angesichts hochsommerlicher Temperaturen vielerorts sprunghaft gestiegen.

Betroffen von den Problemen bei Nichirei ist auch die Kette Kura Sushi, die fast 700 Filialen in Japan und im Ausland betreibt. Sie hatte am Mittwoch erklärt, dass es in ihren Restaurants im Westen des Landes bei bestimmten Produkten Lieferverzögerungen gebe. Auch KFC Japan warnte, dass in Schnellrestaurants der Kette womöglich bestimmte Produkte von der Karte gestrichen oder einige Filialen vorübergehend geschlossen werden müssten.

Nicherei machte keine näheren Angaben zu dem Cyberangriff, erklärte aber, dass der Vorfall untersucht werde und Maßnahmen zur Wiederherstellung der IT-Systeme ergriffen würden. Ab Freitag werde mit einer schrittweisen Wiederaufnahme des gestörten Betriebs gerechnet. Ein Sprecher der japanischen Regierung sagte am Donnerstag, der Vorfall führe vor Augen, wie wichtig es für Unternehmen sei, ihre Systeme auf dem neuesten Stand zu halten.

Im vergangenen Jahr hatte in Japan bereits der Bierbrauer Asashi einen "ausgeklügelten Cyberangriff" vermeldet, in dessen Folge sich das Unternehmen zur Verschiebung der Veröffentlichung seiner Finanzergebnisse gezwungen sah. Wenige Wochen zuvor hatte die Einrichtungs- und Bekleidungskette Muji ihren Online-Verkauf in Japan nach einem sogenannten Ransomware-Angriff auf ihren Lieferpartner Askul aussetzen müssen - hierbei verschlüsseln Cyberkriminelle Daten und verlangen für die Entsperrung ein Lösegeld.

K.McMillan--EWJ

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