English Woman's Journal - Deutlich mehr E-Scooterunfälle: 38 Tote in vergangenem Jahr

Deutlich mehr E-Scooterunfälle: 38 Tote in vergangenem Jahr


Deutlich mehr E-Scooterunfälle: 38 Tote in vergangenem Jahr
Deutlich mehr E-Scooterunfälle: 38 Tote in vergangenem Jahr / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Die Zahl der E-Scooterunfälle in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei fast 16.500 solcher Unfälle und damit 38,1 Prozent mehr als im Jahr 2024, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. 38 Menschen starben bei Unfällen mit Beteiligung eines E-Scooter, elf mehr als im Jahr davor. Dazu kamen 1895 Schwer- und 16.184 Leichtverletzte.

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Die Statistiker werteten auch aus, ob die Verunglückten den E-Scooter fuhren, Mitfahrer oder aber von den Unfällen betroffene Fußgänger, Fahrradfahrer oder Autofahrer waren. Mit 14.936 Verunglückten oder einem Anteil von 82,4 Prozent war der größte Teil E-Scooterfahrer, darunter auch 32 der 38 Todesopfer.

Mitfahrer auf einem E-Scooter machten 822 Verunglückte aus, was einem Anteil von 5,5 Prozent entspricht - in einem Fall wurde ein Mitfahrer Todesopfer. E-Scooter sind nur für einen Fahrer oder eine Fahrerin zugelassen, immer wieder nutzen aber verbotenerweise zwei oder mehr Menschen die Fahrzeuge. Die Zahl der verunglückten Mitfahrer und auch ihr Anteil erhöhte sich laut Statistik spürbar.

Bei den fünf nach der Statistik verbleibenden tödlich Verunglückten handelte es sich um drei Fußgänger, einen Fahrradfahrer und einen Autofahrer. Unfälle mit E-Scootern machten weiterhin einen vergleichsweise geringen Anteil an den insgesamt 297.364 Verkehrsunfällen des Jahres 2025 aus - der Anteil erhöhte sich allerdings binnen Jahresfrist von 4,1 Prozent auf 5,5 Prozent.

In E-Scooterunfälle sind laut Statistik besonders häufig junge Menschen verwickelt, 53,6 Prozent der Betroffenen waren jünger als 25 Jahre, 83,7 Prozent jünger als 45 Jahre. Nur 3,1 Prozent der Betroffenen waren 65 Jahre oder älter.

Als Unfallursachen registrierte die Polizei verschiedene Fehlverhalten. Das häufigste sei mit einem Anteil von 21,6 Prozent die falsche Benutzung der Fahrbahn oder der Gehwege gewesen - das Befahren der Gehwege ist für E-Scooter verboten. Ein Anteil von knapp elf Prozent der Unfallbeteiligten stand unter Alkoholeinfluss, womit dieser Anteil höher war als etwa bei den 2025 verunglückten Fahrradfahrern, von denen 7,7 Prozent alkoholisiert unterwegs waren.

Nicht angepasste Geschwindigkeit war mit einem Anteil von 8,4 Prozent das dritthäufigste Fehlverhalten. Danach folgten mit einem Anteil von 7,5 Prozent Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren. Etwa die Hälfte der Verunglückten verletzte sich bei Zusammenstößen mit Autos. 30,5 Prozent verletzten sich bei Alleinunfällen ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer - von den tödlich Verunglückten starb sogar knapp die Hälfte bei Alleinunfällen.

L.McKay--EWJ

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