English Woman's Journal - Nach Tigerausbruch in Sachsen: Behörden holen sechs Tiere aus Gehege

Nach Tigerausbruch in Sachsen: Behörden holen sechs Tiere aus Gehege


Nach Tigerausbruch in Sachsen: Behörden holen sechs Tiere aus Gehege
Nach Tigerausbruch in Sachsen: Behörden holen sechs Tiere aus Gehege / Foto: Daniel LEAL - AFP/Archiv

Sechseinhalb Wochen nach dem Ausbruch eines privat gehaltenen Tigers im sächsischen Schkeuditz haben die Behörden sechs weitere Tiere aus dem Gehege geholt und an eine Tierschutzorganisation übergeben. Die Tiere seien sediert und in spezielle Transportboxen gebracht worden, teilte das Landratsamt Nordsachsen am Mittwoch mit. In diesen sollten sie in ein Auffanglager der Organisation Animal Advocacy and Protection in Spanien gefahren werden.

Textgröße ändern:

Bereits am 1. April 2026 sei die Besitzerin der Tiger aufgefordert worden, die Haltungsbedingungen zu verbessern, hieß es vom Landkreis. Da sie die Vorgabe nicht wie verlangt bis zum 30. Juni eingehalten habe, seien sechs der acht Tiger aus Tierschutzgründen weggenommen worden. Die Anlage biete aktuell nur Platz für zwei Tiere.

Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Halterin um eine frühere Zirkusdompteurin, deren Betrieb schon länger umstritten ist. Sie bietet laut eigener Internetseite dort unter anderem "Tiger-Streichel-Events" an. Im Mai brach ein männliches Tier aus und verletzte einen 72-jährigen Mann schwer. Das Tier wurde in einer Gartenanlage entdeckt und von der Polizei erschossen.

Um die Bevölkerung bei der "Fortnahme" nicht zu gefährden, wurde das Gelände am Mittwoch laut Behörden von der Polizei weiträumig abgesperrt. Nach der Sedierung wurden die Tiger anhand implantierter Chips zweifelsfrei identifiziert und von mehreren Tierärzten untersucht. Auch den Transport nach Spanien sollte ein Veterinärmediziner begleiten.

D.Findlay--EWJ

Empfohlen

PHP-Sicherheitslücke: BSI rät zur "umgehenden" Installation von Sicherheitsupdate

Nach dem Bekanntwerden einer gravierenden Sicherheitslücke in der Web-Programmiersprache PHP haben Regierungsbehörden und Unternehmen weltweit zahlreiche Internetseiten vorsorglich abgeschaltet. In Europa waren am Mittwoch unter anderem Websites in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien betroffen. Der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn hatten wegen der Gefahr von Cyberangriffen dringend zu diesem Schritt geraten. Zudem rieten sie zur "umgehenden" Installation eines Sicherheitsupdates. BSI-Vizepräsident Thomas Caspers warnte auch Nutzer vor kompromittierten Websites.

Ungarische Staatsanwaltschaft nimmt Ex-Zentralbankchef und Orbán-Vertrauten fest

In einem der spektakulärsten Korruptionsfälle des Landes hat die ungarische Staatsanwaltschaft den früheren Zentralbankchef György Matolcsy festnehmen lassen. Dem ehemals engen Vertrauten von Ex-Regierungschef Viktor Orban sowie weiteren Beschuldigten werde unter anderem Wirtschaftsbetrug vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Beschuldigten seien vernommen worden und befänden sich in Gewahrsam. Matolcsys Anwalt Pal Batki bestätigte eine Festnahme wegen Wirtschaftsbetrugs und Urkundenfälschung, machte jedoch keine weiteren Angaben.

Urteil: 17-Jähriger mit Einkommen muss zu hohen Unterhaltsvorschuss zurückzahlen

Ein junger Mann aus Thüringen muss etwa 300 Euro Unterhaltsvorschuss zurückzahlen, weil er in dem Monat bereits selbst Geld verdiente. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch seine Klage gegen die Stadt Gera ab. Der Kläger war im maßgeblichen Monat noch 17 Jahre alt. (Az. 5 C 6.25)

Frau in Baden-Württemberg in Kopf geschossen: Lebenslange Haft wegen Mordes

Weil er seine Frau mit einem Schuss in den Kopf getötet haben soll, ist ein 38-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen sprach ihn am Mittwoch wegen Mordes schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Textgröße ändern: