English Woman's Journal - Fünf Tote nach Schüssen in Jugendhilfeeinrichtung in niedersächsischem Stade

Fünf Tote nach Schüssen in Jugendhilfeeinrichtung in niedersächsischem Stade


Fünf Tote nach Schüssen in Jugendhilfeeinrichtung in niedersächsischem Stade
Fünf Tote nach Schüssen in Jugendhilfeeinrichtung in niedersächsischem Stade / Foto: Ibrahim OT - AFP

In einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade sind bei einem Schusswaffenangriff am Montag fünf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Einsatzkräfte der Polizei nahmen nach eigenen Angaben kurz nach der Tat zwei Verdächtige fest, darunter den mutmaßlichen Schützen. Die möglichen Hintergründe der Bluttat und die genaueren Geschehensabläufe waren nach ersten Angaben der Polizei allerdings unklar, die Ermittlungen dazu liefen.

Textgröße ändern:

Die Polizei sprach unter Berufung auf erste Ermittlungserkenntnisse von einem "Tötungsdelikt in einer Jugendhilfeeinrichtung". Nach derzeitigem Sachstand seien fünf Menschen getötet sowie weitere Menschen verletzt worden, hieß es. Eine genauere Zahl der Verletzten wurde zunächst nicht genannt. Berichten zufolge soll es sich bei den Toten um Erwachsene handeln. Zu der Einrichtung gehören demnach auch Mutter-Kind-Wohnungen.

"Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum genauen Tatablauf dauern an", teilten die Beamten weiter mit. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr. Die Verdächtigen seien im Zuge sofort eingeleiteter Fahndungs- und Einsatzmaßnahmen festgenommen worden, hieß es weiter. Darunter sei auch der mutmaßliche Schütze. Details zur Identität wurden nicht genannt.

Zuvor hatte die Polizei berichtet, dass es in der Dankersstraße in Stade eine "große polizeiliche Einsatzlage" gebe. Die Menschen wurden aufgerufen, den betroffenen Bereich zu verlassen und weiträumig zu meiden.

In der Nähe der Jugendhilfeeinrichtung befinden sich nach Angaben der Stadtverwaltung auch eine Kita und eine Grundschule. Für die Kinder und Mitarbeitenden dort habe aber keine Gefahr bestanden, hieß es auf der Internetseite der Stadt. "Gleichzeitig gilt unser tiefes Mitgefühl den Opfern dieser schrecklichen Tat sowie deren Hinterbliebenen", erklärte die Stadt und dankte der Polizei für ihren Einsatz.

Stade ist eine Kreisstadt im nördlichen Niedersachsen unweit von Hamburg und der Elbe. Sie hat knapp 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Polizei und Stadt riefen die Menschen auf, keine ungeprüften Nachrichten mit Gerüchte zu verbreiten. Es kursierten bereits "Fehlinformationen".

M.Campbel--EWJ

Empfohlen

PHP-Sicherheitslücke: BSI rät zur "umgehenden" Installation von Sicherheitsupdate

Nach dem Bekanntwerden einer gravierenden Sicherheitslücke in der Web-Programmiersprache PHP haben Regierungsbehörden und Unternehmen weltweit zahlreiche Internetseiten vorsorglich abgeschaltet. In Europa waren am Mittwoch unter anderem Websites in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien betroffen. Der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn hatten wegen der Gefahr von Cyberangriffen dringend zu diesem Schritt geraten. Zudem rieten sie zur "umgehenden" Installation eines Sicherheitsupdates. BSI-Vizepräsident Thomas Caspers warnte auch Nutzer vor kompromittierten Websites.

Ungarische Staatsanwaltschaft nimmt Ex-Zentralbankchef und Orbán-Vertrauten fest

In einem der spektakulärsten Korruptionsfälle des Landes hat die ungarische Staatsanwaltschaft den früheren Zentralbankchef György Matolcsy festnehmen lassen. Dem ehemals engen Vertrauten von Ex-Regierungschef Viktor Orban sowie weiteren Beschuldigten werde unter anderem Wirtschaftsbetrug vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Beschuldigten seien vernommen worden und befänden sich in Gewahrsam. Matolcsys Anwalt Pal Batki bestätigte eine Festnahme wegen Wirtschaftsbetrugs und Urkundenfälschung, machte jedoch keine weiteren Angaben.

Urteil: 17-Jähriger mit Einkommen muss zu hohen Unterhaltsvorschuss zurückzahlen

Ein junger Mann aus Thüringen muss etwa 300 Euro Unterhaltsvorschuss zurückzahlen, weil er in dem Monat bereits selbst Geld verdiente. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch seine Klage gegen die Stadt Gera ab. Der Kläger war im maßgeblichen Monat noch 17 Jahre alt. (Az. 5 C 6.25)

Frau in Baden-Württemberg in Kopf geschossen: Lebenslange Haft wegen Mordes

Weil er seine Frau mit einem Schuss in den Kopf getötet haben soll, ist ein 38-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen sprach ihn am Mittwoch wegen Mordes schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Textgröße ändern: