English Woman's Journal - Zwei Stürme nehmen Kurs auf Japan - In Taiwan zwei Tote

Zwei Stürme nehmen Kurs auf Japan - In Taiwan zwei Tote


Zwei Stürme nehmen Kurs auf Japan - In Taiwan zwei Tote
Zwei Stürme nehmen Kurs auf Japan - In Taiwan zwei Tote / Foto: PAUL MILLER - AFP

Angesichts von gleich zwei herannahenden Tropenstürmen haben die japanischen Behörden am Freitag mehr als eine Million Menschen dazu aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Fluggesellschaften strichen 120 Flüge. Heftige Regenfälle führten auch in Taiwan zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Dort kamen mindestens zwei Menschen ums Leben.

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Der schwere Tropensturm "Mekkhala" zog Meteorologen zufolge mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 108 Kilometern pro Stunde auf Japan zu. Er brachte im Süden und Westen des Landes bereits heftige Regenfälle. Vier Menschen wurden verletzt. Die Behörden warnten vor möglichen Überschwemmungen und Erdrutschen.

"Mekkhala" dürfte am Wochenende an den Inseln Kyushu, Shikoku und Honshu entlangziehen und einen großen Teil Japans treffen, darunter die dicht besiedelten Regionen Osaka, Nagoya und Tokio.

In Taiwan sorgte er auf der ganzen Insel für Überschwemmungen und Erdrutsche. Eine 73-jährige Frau wurde in der südlichen Hafenstadt Kaohsiung von Wassermassen fortgerissen, eine 49-jährige Frau wurde im Bezirk Hsinchu tot in ihrem überfluteten Auto gefunden. Ein 65 Jahre alter Mann wurde in Hsinchu vermisst.

"Mekkhala" könnte am Wochenende mit dem Tropensturm "Higos" verschmelzen, der sich am Freitag noch weiter entfernt vom Festland über dem Pazifik befand. Dies könnte dann zu dem als Fujiwhara-Effekt bekannten atmosphärischen Phänomen führen, bei dem zwei Stürme miteinander interagieren. Das erschwert die Vorhersage ihrer Zugbahnen und ihrer Stärke.

Die japanische Katastrophenschutzbehörde rief mehr als eine Million Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen, und warnte vor möglichen Erdrutschen und anderen Katastrophen im Zusammenhang mit starken Regenfällen. Derzeit gebe es einen Schwerverletzten und drei Leichtverletzte, sagte Regierungssprecher Minoru Kihara. Dutzende Gebäude seien von Überschwemmungen betroffen, vor allem in der Region Kagoshima.

Japan Airlines und All Nippon Airways strichen insgesamt 120 Flugverbindungen von und nach Okinawa und Kagoshima. Die Behörden von Kyoto und Osaka meldeten erhöhte Wasserpegel und warnten vor möglichen Überschwemmungen.

Der Autobauer Toyota stoppte in einer Fabrik in Kyushu die Produktion, da wegen der starken Regenfälle die Straßen gesperrt wurden. Auch Nissan schloss eine Unterbrechung der Produktion nicht aus, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete.

R.Mcintosh--EWJ

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