English Woman's Journal - Drei Fußgänger erfasst und getötet - Prozess gegen Autofahrer in Kiel begonnen

Drei Fußgänger erfasst und getötet - Prozess gegen Autofahrer in Kiel begonnen


Drei Fußgänger erfasst und getötet - Prozess gegen Autofahrer in Kiel begonnen
Drei Fußgänger erfasst und getötet - Prozess gegen Autofahrer in Kiel begonnen / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Vor dem Landgericht Kiel hat am Donnerstag ein Prozess gegen einen Autofahrer begonnen, der mit seinem Wagen unter Drogeneinfluss drei Fußgänger erfasst und getötet haben soll. Die Anklageschrift wirft dem 26-Jährigen ein verbotenes Autorennen mit Todesfolge vorgeworfen, wie eine Gerichtssprecherin in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt sagte. Die Kammer wies demnach im Eröffnungsbeschluss aber auch darauf hin, dass eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung denkbar sei.

Textgröße ändern:

Der Mann hatte im Januar vergangenen Jahres auf einer Landstraße in der Nähe von Neumünster in einer Kurve die Kontrolle über sein Auto verloren und drei Fußgänger erfasst, die gemeinsam auf dem Gehweg neben der Fahrbahn unterwegs waren. Ein 34-Jähriger und seine 30-jährige Lebensgefährtin starben sofort, eine 27-jährige Bekannte des Paars erlag einen Tag später ihren Verletzungen.

Laut Anklage rammte der Fahrer außerdem mehrere Poller, ein Verkehrsschild und einen Baum. Demnach verlor er wegen "überhöhter Geschwindigkeit" die Kontrolle über sein Auto, während er unter Rauschgifteinfluss und ohne Führerschein unterwegs war. Dieser war ihm zuvor entzogen worden. Angeklagt ist laut Gerichtssprecherin darüber hinaus eine zweite Autofahrt, die der Beschuldigte zu einem anderen Zeitpunkt ohne Führerschein unternommen haben soll.

Der Prozess gegen den Mann sollte ursprünglich am Montag beginnen, er war aber nicht erschienen. Inzwischen erließ das Gericht laut Sprecherin einen Haftbefehl, der Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft. Eine Einlassung gab dieser zum Prozessauftakt nach der Anklageverlesung zunächst nicht ab. Für das Verfahren wurden zunächst Termine bis September angesetzt.

Laut Strafgesetzbuch stehen außer Straßenrennen mit mehreren Beteiligten auch sogenannte Alleinrennen unter Strafe. Darunter werden Fahrten verstanden, bei denen ein Fahrer auf rücksichtslose und grob verkehrswidrige Weise versucht, mit seinen Fahrzeug eine "höchstmögliche Geschwindigkeit" zu erzielen. Stirbt in der Folge ein Mensch, ist eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren möglich. Eine fahrlässige Tötung wird dagegen mit maximal fünf Jahren Haft geahndet.

Ch.Reilly--EWJ

Empfohlen

Geplanter Überfall in Bochum: Gericht verkündet Urteil gegen "Ausbrecherkönig"

In Brüssel wird am Freitag das Urteil gegen den in Frankreich als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara erwartet (ab 09.00 Uhr). Ferrara wird in diesem Fall konkret vorgeworfen, zusammen mit mehreren Komplizen einen Raubüberfall auf ein Werttransportunternehmen in Bochum geplant zu haben. Die belgische Staatsanwaltschaft fordert 18 Jahre Haft. Der 53-Jährige ist zusammen mit neun weiteren Verdächtigen angeklagt.

Staatsmedien: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet

Bei einem schweren Erdbeben in der autonomen Region Tibet in China sind nach Angaben chinesischer Staatsmedien mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Sender CCTV vom Freitag wurden weitere 46 Menschen bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt, mehr als 300 Häuser stürzten ein oder wurden beschädigt. Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, die Rettungsarbeiten dauerten an, das Ausmaß der Schäden werde weiter ausgewertet.

Xinhua: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet

Bei dem schweren Erdbeben in der autonomen Region Tibet in China sind nach jüngsten offiziellen Angaben mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf örtliche Behörden berichtete, wurden weitere 32 Menschen bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt, mehr als 300 Häuser stürzten ein. Die Rettungsarbeiten dauerten demnach an, das Ausmaß der Schäden werde weiter ausgewertet.

"Rückkehr zur Ruhe": Demonstrationsverbote und weitere Einschränkungen in Frankreich

Mit Demonstrationsverboten und der Einschränkung geplanter Proteste am Samstag will Frankreich Ausschreitungen wie am vergangenen Wochenende verhindern. Oberstes Ziel sei eine "Rückkehr zur Ruhe", sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag. Er kündigte neue Ausgangssperren an; zudem dürften nur von Gewerkschaften organisierte Kundgebungen stattfinden, sagte er. Die Gelbwesten-Bewegung, die zu den Organisatoren der Proteste zählt, kündigte ihren Widerstand an. In Paris bleiben der Louvre und andere Museen am Samstag geschlossen.

Textgröße ändern: