English Woman's Journal - Bericht: Zoll hebt illegale Zigarettenfabrik in Rheinland–Pfalz aus

Bericht: Zoll hebt illegale Zigarettenfabrik in Rheinland–Pfalz aus


Bericht: Zoll hebt illegale Zigarettenfabrik in Rheinland–Pfalz aus
Bericht: Zoll hebt illegale Zigarettenfabrik in Rheinland–Pfalz aus / Foto: Pascal POCHARD-CASABIANCA - AFP/Archiv

In Rheinland-Pfalz hat der Zoll eine illegale Zigarettenfabrik ausgehoben. Bei dem im Mai erfolgten dreitägigen Einsatz seien vier Tatverdächtige festgenommen worden, berichtete der SWR am Mittwoch. Mehr als 120 Einsatzkräfte durchsuchten demnach insgesamt 13 Lagerhallen und Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Der mutmaßliche Steuerschaden belaufe sich auf insgesamt rund 5,4 Millionen Euro.

Textgröße ändern:

Im Fokus habe ein ehemaliges Fabrikgelände im rheinland-pfälzischen Staudt gestanden, bestätigte der Zoll dem Sender. Dort seien eine illegale Zigarettenproduktionsanlage entdeckt und mehr als 16 Tonnen Tabak beschlagnahmt worden. Rund zehn Millionen unversteuerte Zigaretten hätten Ermittler in einer Lagerhalle im nordrhein-westfälischen Ahlen gefunden, weitere rund neun Millionen auf einem landwirtschaftlichen Anwesen bei Rüsselsheim in Hessen.

Bei dem Einsatz beschlagnahmte der Zoll dem Bericht zufolge neben Tabak und Zigaretten auch rund 75.000 Euro Bargeld, zahlreiche Smartphones und weitere elektronische Beweismittel. Die Tatverdächtigen – vier Männer mit rumänischer und moldawischer Staatsangehörigkeit – befinden sich nach Anordnung des Amtsgerichts Bielefeld in Untersuchungshaft.

Die Zollfahnder würden davon ausgehen, dass die Beschuldigten bis zu ihrer Festnahme bundesweit mehr als 80 Millionen Zigaretten umgeschlagen haben, berichtete der Sender. In den für die Zigarettenproduktion genutzten Räumlichkeiten seien zudem mindestens elf Arbeiter über längere Zeit unter fragwürdigen Lebensbedingungen eingeschlossen gewesen, um keine Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft der Produktionsanlage zu erregen.

L.MacDonald--EWJ

Empfohlen

PHP-Sicherheitslücke: BSI rät zur "umgehenden" Installation von Sicherheitsupdate

Nach dem Bekanntwerden einer gravierenden Sicherheitslücke in der Web-Programmiersprache PHP haben Regierungsbehörden und Unternehmen weltweit zahlreiche Internetseiten vorsorglich abgeschaltet. In Europa waren am Mittwoch unter anderem Websites in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien betroffen. Der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn hatten wegen der Gefahr von Cyberangriffen dringend zu diesem Schritt geraten. Zudem rieten sie zur "umgehenden" Installation eines Sicherheitsupdates. BSI-Vizepräsident Thomas Caspers warnte auch Nutzer vor kompromittierten Websites.

Ungarische Staatsanwaltschaft nimmt Ex-Zentralbankchef und Orbán-Vertrauten fest

In einem der spektakulärsten Korruptionsfälle des Landes hat die ungarische Staatsanwaltschaft den früheren Zentralbankchef György Matolcsy festnehmen lassen. Dem ehemals engen Vertrauten von Ex-Regierungschef Viktor Orban sowie weiteren Beschuldigten werde unter anderem Wirtschaftsbetrug vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Beschuldigten seien vernommen worden und befänden sich in Gewahrsam. Matolcsys Anwalt Pal Batki bestätigte eine Festnahme wegen Wirtschaftsbetrugs und Urkundenfälschung, machte jedoch keine weiteren Angaben.

Urteil: 17-Jähriger mit Einkommen muss zu hohen Unterhaltsvorschuss zurückzahlen

Ein junger Mann aus Thüringen muss etwa 300 Euro Unterhaltsvorschuss zurückzahlen, weil er in dem Monat bereits selbst Geld verdiente. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch seine Klage gegen die Stadt Gera ab. Der Kläger war im maßgeblichen Monat noch 17 Jahre alt. (Az. 5 C 6.25)

Frau in Baden-Württemberg in Kopf geschossen: Lebenslange Haft wegen Mordes

Weil er seine Frau mit einem Schuss in den Kopf getötet haben soll, ist ein 38-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen sprach ihn am Mittwoch wegen Mordes schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Textgröße ändern: