English Woman's Journal - Vor U-Ausschuss: Bill Gates bestreitet Verwicklung in Epsteins Missbrauchsfälle

Vor U-Ausschuss: Bill Gates bestreitet Verwicklung in Epsteins Missbrauchsfälle


Vor U-Ausschuss: Bill Gates bestreitet Verwicklung in Epsteins Missbrauchsfälle
Vor U-Ausschuss: Bill Gates bestreitet Verwicklung in Epsteins Missbrauchsfälle / Foto: Kent NISHIMURA - AFP

Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat eine Verwicklung in die Verbrechen des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein bestritten. Gates sagte am Mittwoch vor Abgeordneten in Washington, er habe trotz einiger Treffen mit Epstein "niemals irgendwen zum Opfer gemacht". Er sei auch nie auf Epsteins berüchtigter Insel gewesen, auf seiner Ranch oder in seinem Haus in Florida, beteuerte der 70-Jährige.

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Gates sagte laut seinem Eröffnungsstatement weiter, er habe nie "irgendeinen Hinweis darauf gehabt, dass Epstein in fortgesetzte kriminelle Aktivitäten verwickelt war". Er habe zwar damals von dessen juristischen Problemen gewusst, habe das Ausmaß des Missbrauchsfalls jedoch nicht verstanden. Dabei habe er nicht die nötige Sorgfalt walten lassen, sagte Gates. "Ich hätte Epstein niemals treffen dürfen", fügte er hinzu.

Der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses hatte den Milliardär eingeladen, weil in den zuletzt veröffentlichten Epstein-Akten neben anderen Prominenten auch Gates' Name aufgetaucht war. Die Dokumente enthalten einen Email-Entwurf von 2013, in dem Epstein von außerehelichen Affären des Microsoft-Gründers sprach. Der Sexualstraftäter schrieb darin, er habe dem Milliardär geholfen, "Medikamente zu besorgen, um die Folgen von Sex mit russischen Mädchen zu bewältigen".

Gates gab nach Veröffentlichung der Akten Affären mit zwei russischen Frauen zu. Er bestritt aber, von dem mutmaßlichen Missbrauch von jungen Frauen und Mädchen durch Epstein gewusst oder sich daran beteiligt zu haben.

In der Anhörung erläuterte Gates, er sei Epstein 2011 von Vertrauten vorgestellt worden. Der gut vernetzte Finanzinvestor habe behauptet, er könne Milliarden von Dollar für weltweite Gesundheitsprojekte einwerben, für die Gates sich mit seiner Stiftung einsetzte. Dazu sei es trotz ausführlicher Gespräche und Treffen mit Epstein bis 2014 jedoch nicht gekommen, sodass die Kontakte geendet hätten.

Epstein stand unter Verdacht, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2008 erstmals verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft musste er jedoch nur 13 Monate Haft absitzen.

Im Jahr 2019 wurde Epstein wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Einen Monat später wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

Die Anhörung von Gates im Kapitol fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der republikanische Kongressabgeordnete Tim Burchett sagte danach, Gates' Aussage habe "gut einstudiert" gewirkt. Der Unternehmer habe dem Ausschuss keine neuen Namen möglicher Verantwortlicher genannt. Der ranghöchste Demokrat im Untersuchungsausschuss, Robert Garcia, sagte dagegen, Gates habe "Informationen über andere Personen geliefert, die in Epsteins Umfeld waren".

Das vollständige Protokoll der Anhörung dürfte in wenigen Tagen veröffentlicht werden. In den vergangenen Wochen hatte der Ausschuss unter anderem den früheren Präsidenten Bill Clinton und seine Frau Hillary sowie den amtierenden Handelsminister Howard Lutnick befragt.

Bill Clintons Name tauchte - wie auch der des heutigen Präsidenten Donald Trump - vielfach in den Akten auf. Ein Fehlverhalten konnte den beiden Politikern bisher jedoch nicht nachgewiesen werden.

Trump war ein langjähriger Bekannter Epsteins. Dennoch hatte er den Skandal ein "Täuschungsmanöver" der oppositionellen Demokraten genannt und sich gegen die Akten-Freigabe ausgesprochen. Der Kongress erzwang diese dann aber nahezu einstimmig. Wegen zahlreicher geschwärzter Stellen in den Dokumenten gibt es Vorwürfe, das Ausmaß werde vertuscht und die wahren Täter geschützt.

Ch.Reilly--EWJ

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