English Woman's Journal - Mette-Marits wegen Vergewaltigung angeklagter Sohn kommt doch nicht aus U-Haft frei

Mette-Marits wegen Vergewaltigung angeklagter Sohn kommt doch nicht aus U-Haft frei


Mette-Marits wegen Vergewaltigung angeklagter Sohn kommt doch nicht aus U-Haft frei
Mette-Marits wegen Vergewaltigung angeklagter Sohn kommt doch nicht aus U-Haft frei / Foto: Ane Hem - POOL/AFP/Archiv

Trotz des besorgniserregenden Gesundheitszustands seiner Mutter kommt der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit doch nicht vor der Urteilsverkündung in seinem Vergewaltigungsprozess aus der Untersuchungshaft frei. Ein Berufungsgericht hob am Mittwoch die Entscheidung auf, den 29 Jahre alten Marius Borg Hoiby auf freien Fuß zu setzen. Gegen diese Entscheidung, die am Montag eine niedrigere Instanz gefällt hatte, hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.

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Das Osloer Berufungsgericht begründete die Entscheidung gegen Hoibys Haftentlassung damit, es bestehe "immer noch eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Marius Borg Hoiby neue Verstöße begeht, wenn er freigelassen wird". Hoibys Anwälte äußerten sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP "extrem enttäuscht". Sie prüfen nun ebenfalls eine Berufung, wie der Anwalt Petar Sekulic mitteilte.

Hoiby musste sich von Anfang Februar bis Mitte März wegen 40 Anklagepunkten vor Gericht verantworten, darunter der Vorwurf der Vergewaltigung von vier Frauen sowie Gewalt gegen eine frühere Freundin. Das Urteil soll kommenden Montag verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft forderte sieben Jahre und sieben Monate Haft. Die Verteidigung verlangte einen Freispruch von den Vergewaltigungsvorwürfen.

Hoiby bestreitet die schwerwiegendsten Vorwürfe. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er die vier Frauen vergewaltigt haben, während sie schliefen oder bewusstlos waren.

Hoiby ist der Sohn Mette-Marits aus einer Beziehung vor ihrer Hochzeit mit Kronprinz Haakon im Jahr 2001 und gehört formell nicht dem norwegischen Königshaus an.

Der Gesundheitszustand der an einer unheilbaren Lungenkrankheit leidenden norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit hatte sich jüngst deutlich verschlechtert. Die 52-Jährige wurde in der vergangenne Woche auf eine Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt.

Bei der Kronprinzessin war 2018 eine seltene Form von Lungenfibrose diagnostiziert worden. Die unheilbare Krankheit führt zu Narbenbildung in der Lunge und dadurch zu einer ungenügenden Aufnahme von Sauerstoff in den Blutkreislauf.

M.Campbel--EWJ

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