English Woman's Journal - Mindestens 90 Tote bei folgenschwerstem Grubenunglück in China seit 17 Jahren

Mindestens 90 Tote bei folgenschwerstem Grubenunglück in China seit 17 Jahren


Mindestens 90 Tote bei folgenschwerstem Grubenunglück in China seit 17 Jahren
Mindestens 90 Tote bei folgenschwerstem Grubenunglück in China seit 17 Jahren / Foto: CNS - CNS/AFP

Bei dem folgenschwersten Grubenunglück in China seit 17 Jahren sind mindestens 90 Bergleute ums Leben gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete, ereignete sich im Liushenyu-Kohlebergwerk in der nördlichen Provinz Shanxi am Vorabend aus zunächst ungeklärter Ursache eine schwere Gasexplosion. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich 247 Arbeiter im Bergwerk auf. Die Regierung leitete laut Xinhua eine "kompromisslose" Untersuchung ein und ordnete ein landesweites Vorgehen gegen illegale Bergbauaktivitäten an.

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123 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, meldete der Staatssender CCTV. Aufnahmen des Senders zeigten Helfer am Unfallort, die Menschen auf Tragen abtransportierten. Mehr als 750 Rettungskräfte und medizinische Kräfte wurden CCTV zufolge zum Unglücksort entsandt. Zahlreiche Rettungskräfte setzten am Samstagnachmittag die Suche nach Überlebenden fort.

Der verletzte Bergarbeiter Wang Yong sagte dem Sender, es habe eine starke Rauchentwicklung gegeben und er habe Schwefel gerochen. Er habe gesehen, wie Menschen erstickten, bevor er selbst das Bewusstsein verlor. "Ich lag etwa eine Stunde dort und bin von selbst wieder aufgewacht", berichtete Wang. Dann habe er gemeinsam mit anderen das Bergwerk verlassen können.

Die Gasexplosion im Liushenyu-Kohlebergwerk war das folgenschwerste Bergbauunglück in China seit 17 Jahren. 2009 waren bei einer Explosion in einem Bergwerk in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang 108 Menschen ums Leben gekommen.

Chinas Staatschef Xi Jinping rief zur Versorgung der Verletzten auf und forderte laut Xinhua eine gründliche Untersuchung des Unglücks. Alle Beteiligten müssten "Lehren aus diesem Unfall ziehen" und hinsichtlich der Arbeitssicherheit "stets wachsam bleiben".

Das Ermittlungsteam werde eine "rigorose und kompromisslose Untersuchung" vornehmen, meldete Xinhua. Die Verantwortlichen würden gemäß den Gesetzen und Vorschriften streng bestraft. Alle Regionen und die zuständigen Behörden seien verpflichtet, "hart gegen illegale und rechtswidrige Aktivitäten vorzugehen", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur weiter. Dazu gehörten etwa die Fälschung von Sicherheitsdaten, ungenaue Angaben zum Personal unter Tage und illegale Auftragsvergaben.

Xinhua meldete ferner, eine "verantwortliche Person" des zuständigen Bergbauunternehmens sei "gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in Gewahrsam genommen worden".

Die Provinz Shanxi ist eine der ärmeren Regionen Chinas und das Zentrum der Kohleförderung des Landes. Die asiatische Großmacht verzeichnet trotz des rasanten Ausbaus erneuerbarer Energien den größten Verbrauch von Kohle weltweit. Die Sicherheit in Bergwerken in China hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verbessert, trotzdem gibt es immer wieder Unfälle.

R.Mcintosh--EWJ

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