English Woman's Journal - Südafrikas Polizeichef in Korruptionsaffäre suspendiert

Südafrikas Polizeichef in Korruptionsaffäre suspendiert


Südafrikas Polizeichef in Korruptionsaffäre suspendiert
Südafrikas Polizeichef in Korruptionsaffäre suspendiert / Foto: GUILLEM SARTORIO - AFP/Archiv

Südafrikas nationaler Polizeichef Fannie Masemola ist von Präsident Cyril Ramaphosa im Zuge einer Korruptionsaffäre suspendiert worden. "Angesichts der Schwere der Vorwürfe und der entscheidenden Rolle, die der nationale Polizeichef spielt, habe ich in Absprache mit General Masemola beschlossen, dass er bis zum Abschluss des Verfahrens als vorläufig suspendiert gilt," sagte Ramaphosa am Donnerstag vor Journalisten in Johannesburg. Er ernannte die Finanzchefin der Polizei, Puleng Dimpane, zur Interims-Polizeichefin.

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Masemola wird vorgeworfen, 2024 in einer inzwischen zurückgezogenen Ausschreibung für die Gesundheitsdienste der Polizei die Vergabevorschriften missachtet zu haben. Der Auftrag in Höhe eines umgerechnet zweistelligen Millionen-Euro-Betrags ging an einen Geschäftsmann, der im Verdacht steht, Kontakte zum organisierten Verbrechen zu unterhalten.

Das Bekanntwerden der Affäre durch einen regionalen Polizeichef hatte Südafrika im vergangenen Sommer erschüttert. Weitere Polizisten sollen darin verwickelt sein, der Polizeiminister des Landes verlor sein Amt. Polizeichef Masemola war am Dienstag kurz vor Gericht erschienen, wo er sich wegen Missachtung der Vergabevorschriften in vier Fällen verantworten soll, die Verhandlung wurde indes auf Mitte Mai verschoben. Laut Anklage soll der Fall gemeinsam mit dem von 16 anderen Verdächtigen verhandelt werden.

Der in die Affäre verwickelte Geschäftsmann ist bereits in Haft. Er soll versucht haben, ein TV-Starlet, mit dem er zuvor eine Beziehung hatte, zu ermorden.

Der Fall des Polizeichefs reiht sich mehrere Korruptionsskandale ein, die das Vertrauen der Öffentlichkeit in die regierende Koalition untergraben haben. Bei den bevorstehenden Regionalwahlen könnte das Thema Bestechung den Wählerwillen entscheidend beeinflussen.

L.Scott--EWJ

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