English Woman's Journal - Mindestens 18 Menschen bei Kollision zweier Züge in Dänemark verletzt

Mindestens 18 Menschen bei Kollision zweier Züge in Dänemark verletzt


Mindestens 18 Menschen bei Kollision zweier Züge in Dänemark verletzt
Mindestens 18 Menschen bei Kollision zweier Züge in Dänemark verletzt / Foto: Steven Knap - Ritzau Scanpix/AFP

Beim Zusammenstoß zweier Nahverkehrszüge sind unweit der dänischen Hauptstadt Kopenhagen achtzehn Menschen verletzt worden, fünf von ihnen schwer. Das Unglück ereignete sich laut Polizei am frühen Donnerstagmorgen in einer ländlichen Region etwa 40 Kilometer nördlich von Kopenhagen zwischen den Ortschaften Hilleröd und Kagerup. Die Ursache für die Kollision war demnach zunächst noch unklar.

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Nach Angaben der Rettungskräfte ging der Notruf um 06.30 Uhr ein. "Es handelt sich um einen Frontalzusammenstoß", sagte Polizeisprecher Tim Simonsen der Nachrichtenagentur AFP. Alle 37 Fahrgäste seien aus den beiden Zügen evakuiert worden, darunter auch die Verletzten.

Bei dem Zusammenstoß wurden beide Züge schwer beschädigt. Die Führerhäuser der beiden Loks wurden durch den Aufprall verformt, die Fenster der vorderen Zugteile zerbrachen. Die Züge standen jedoch noch aufrecht auf den Gleisen.

Der Bahn-Experte der dänischen Gewerkschaft IDA, Kristian Madsen, sagte AFP, seiner Ansicht nach sei menschliches Versagen schuld an dem Unglück. "Es kann sein, dass der Lokführer nicht gesehen hat, dass ein Signal auf Rot stand und weitergefahren ist", sagte Madsen. Es sei aber auch möglich, dass ein Stationsvorsteher dem Zug irrtümlich ein grünes Signal gegeben habe. In der Gegend werde noch ein "altes Signalsystem" genutzt, fügte Madsen hinzu.

Vonseiten der Rettungskräfte hieß es, die Zahl der Schwerverletzten könne sich im Laufe des Tages noch ändern. Einige der Verletzten wurden nach Angaben der Bürgermeisterin der nahe dem Unglücksort gelegenen Gemeinde Gribskov, Trine Egetved, mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

"Ich bin zutiefst erschüttert und schockiert, meine Gedanken sind bei allen Betroffenen", erklärte Egetved. Polizei und Rettungskräfte seien in großer Zahl vor Ort. Nun werde ermittelt, "was genau passiert ist, und sichergestellt, dass alle die Hilfe erhalten, die sie benötigen". Die Züge würden von vielen Bewohnern Gribskovs genutzt, sagte Egetved weiter.

Der Bezirk Hilleröd richtete ein Krisenzentrum ein, das nach Angaben von Notfallkoordinator Michael Jörgen Pedersen von 21 Menschen aufgesucht wurde. "Die meisten von ihnen waren in dem aus Norden kommenden Zug und auf dem Weg zur Arbeit", sagte Pedersen. Die in dem Zentrum ankommenden Menschen seien "erschüttert". Laut dem Rot-Kreuz-Freiwilligen Christian Kraul Jensen wurden sie psychologisch betreut.

Bahnunglücke kommen in Dänemark relativ selten vor. 2019 waren jedoch bei einem Unfall mit einem Passagierzug acht Menschen ums Leben gekommen.

F.Stewart--EWJ

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