English Woman's Journal - Staatsanwältin: Weinstein hat Schauspielerin Jessica Mann ausgenutzt

Staatsanwältin: Weinstein hat Schauspielerin Jessica Mann ausgenutzt


Staatsanwältin: Weinstein hat Schauspielerin Jessica Mann ausgenutzt
Staatsanwältin: Weinstein hat Schauspielerin Jessica Mann ausgenutzt / Foto: ANGELA WEISS - POOL/AFP

Im neu aufgerollten Verfahren gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung hat die Staatsanwaltschaft geschildert, wie dieser seine Macht missbraucht habe, um die damals aufstrebende Schauspielerin Jessica Mann auszunutzen. "In diesem Fall geht es um Macht, Kontrolle und Manipulation", sagte die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Candace White in New York am Dienstag.

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Weinstein habe die damals 27-Jährige Mann, "die kaum über die Runden kam", ausgenutzt, indem er ihr eine Rolle in einem Film anbot, auf die sie keine realistische Chance gehabt habe. Mann, die als Kind Missbrauchserfahrungen gemacht hatte, sei das "perfekte Opfer" für Weinstein gewesen, sagte White vor der Jury. "Der Angeklagte hat eine zerbrechliche und behütete junge Frau ausgenutzt."

Der 74-jährige im Rollstuhl sitzende Weinstein verfolgte im Gerichtssaal die Eröffnungsplädoyers der Anwälte aufmerksam.

Weinsteins Anwalt Jacob Kaplan versuchte, die Anschuldigungen Manns zurückzuweisen und verwies auf den vierjährigen Kontakt zwischen ihr und Weinstein, welcher erst endete, nachdem andere Schauspielerinnen 2017 Vorwürfe gegen den Produzenten erhoben hatten. Kaplan erklärte, die beiden hätten eine einvernehmliche sexuelle Beziehung gehabt und per E-Mail "liebevolle und unterstützende" Nachrichten ausgetauscht.

In New York wird seit dem 14. April der Fall der Schauspielerin Mann neu verhandelt. Sie wirft Weinstein vor, sie im Jahr 2013 vergewaltigt zu haben. Weinstein beteuert seine Unschuld.

Der frühere Produzent gibt an, der Sex mit der Schauspielerin Mann sei einvernehmlich gewesen. Ein erster Prozess um den Fall war im Juni vergangenen Jahres ohne Urteil zu Ende gegangen, weil sich die Geschworenen nicht einigen konnten. Im selben Verfahren hatte die Jury Weinstein wegen sexueller Übergriffe auf die Produktionsassistentin Miriam Haley für schuldig befunden, ihn aber vom Vorwurf eines sexuellen Übergriffs auf das Model Kaja Sokola freigesprochen.

Der einstige Hollywood-Mogul verbüßt derzeit eine 16-jährige Gefängnisstrafe in Kalifornien wegen weiterer Sexualstraftaten. Gegen dieses Urteil hat er Berufung eingelegt. Eine Anhörung vor Gericht ist am Donnerstag geplant.

Mehr als 80 Frauen hatten dem Produzenten von Hollywood-Kassenschlagern wie "Pulp Fiction" und "Shakespeare in Love" Sexualstraftaten vorgeworfen. Ins Rollen kam der Skandal 2017 durch Enthüllungen über Weinsteins Taten in der "New York Times" und im Magazin "New Yorker", die die Filmbranche erschütterten.

Die Artikel lösten die MeToo-Bewegung aus. Der Name Weinstein wurde weltweit zum Synonym für Männer, die ihre Machtstellung gegenüber Frauen ausnutzen.

N.Macleod--EWJ

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